Videogrößen-Rechner

Dateigröße eines Videos aus Bitrate und Länge — und wie viel davon auf die Speicherkarte passt.

Vonaktualisiert

Steht im Datenblatt neben dem Aufnahmemodus. 4K mit 25 oder 30 Bildern pro Sekunde liegt meist bei 100 Mbit/s, 4K mit 60 Bildern/s bei 150, Full HD vom Smartphone bei etwa 20.

Die Länge eines einzelnen Clips. Für einen ganzen Drehtag tragen Sie die Summe aller geplanten Aufnahmen ein.

Die aufgedruckte Zahl genügt: 64, 128, 256. Der Rechner zählt in dezimalen Gigabyte, genau wie der Hersteller.

10 Minuten bei 100 Mbit/s ergeben 7,5 GB. Auf die Karte passen 85 Minuten, also 8 solcher Aufnahmen — der Rechner rechnet mit den 64 GB vom Aufdruck, das System zeigt davon 59,6 GiB.

Dateigröße
7,5
Aufnahmezeit auf der Karte
85,3333
Ganze Clips dieser Länge
8

Eine 4K-Aufnahme mit 100 Mbit/s erzeugt in zehn Minuten 7,5 Gigabyte — auf eine 64-GB-Karte passen davon rund 85 Minuten oder acht ganze Clips dieser Länge. Die Rechnung dahinter ist kurz: Bitrate mal Sekunden ergibt Megabit, geteilt durch acht sind es Megabyte.

Auf die Stunde gerechnet sind das bei 100 Mbit/s 45 Gigabyte, bei den 20 Mbit/s eines Smartphone-Videos in Full HD dagegen nur 9. Wer die Bitrate seines Aufnahmemodus einmal nachgeschlagen hat, kann den Kartenbedarf für einen Drehtag im Kopf abschätzen.

Megabit und Megabyte — der Faktor acht

Die Bitrate wird in Megabit pro Sekunde angegeben, die Dateigröße in Megabyte. Zwischen beiden liegt der Faktor acht, weil ein Byte aus acht Bit besteht: 100 Mbit/s sind 12,5 Megabyte pro Sekunde. Wer das kleine b und das große B verwechselt, verschätzt sich um das Achtfache — die häufigste Ursache für Speicherpläne, die am Drehtag nicht aufgehen.

Derselbe Faktor erklärt die Geschwindigkeitsklassen der Karten. V30 steht für dauerhaft 30 Megabyte pro Sekunde, also 240 Mbit/s. Für eine Aufnahme mit 100 Mbit/s ist eine solche Karte reichlich schnell; knapp wird es erst bei Intermediate-Codecs wie ProRes oder DNxHR, die mehrere hundert Megabit pro Sekunde schreiben.

Warum Windows aus 64 GB nur 59,6 macht

Der Kartenhersteller rechnet ein Gigabyte als eine Milliarde Byte, Windows dagegen als 2³⁰, also 1.073.741.824 Byte. Aus den 64.000.000.000 Byte einer 64-GB-Karte werden im Windows-Explorer dadurch 59,6 — genauer 59,6 GiB. macOS, iOS und Android zählen dezimal und zeigen dieselbe Karte weiterhin als 64 GB an. Verschwunden ist nichts, es wird nur anders gezählt.

Dieser Rechner arbeitet in dezimalen Gigabyte, so wie der Aufdruck auf der Karte. Zusätzlich gehen einige hundert Megabyte für das Dateisystem ab, und die letzten Prozent schreiben viele Karten spürbar langsamer. Planen Sie fünf bis zehn Prozent Reserve ein, statt die Karte bis auf die letzte Minute zu füllen.

Variable Bitrate: die Zahl ist eine Obergrenze

Die meisten Kameras nehmen mit variabler Bitrate auf. Die Angabe im Datenblatt ist dann der Spitzenwert, nicht der Durchschnitt. Ein ruhiges Interview vor glatter Wand bleibt deutlich darunter, während Schneetreiben, Laub im Wind oder eine Menschenmenge den Encoder an die Grenze treiben — dieselbe Minute kann so um die Hälfte schwanken.

Für die Planung heißt das: mit dem Höchstwert rechnen und sich freuen, wenn weniger anfällt. Wer es genauer wissen will, nimmt eine Minute im geplanten Modus auf und teilt die Dateigröße durch die Länge. Eine Minute, die 750 Megabyte groß ist, entspricht genau 100 Mbit/s; diesen gemessenen Wert können Sie oben eintragen.

Häufige Fragen

Wie viel Speicher braucht eine Stunde 4K?
Bei 100 Mbit/s, dem verbreiteten Wert für 4K mit 25 oder 30 Bildern pro Sekunde, sind es 45 Gigabyte pro Stunde. Mit 150 Mbit/s für 4K mit 50 oder 60 Bildern/s steigt der Wert auf 67,5 Gigabyte — eine 128-GB-Karte reicht dann für knapp zwei Stunden.
Warum ist meine Datei kleiner als berechnet?
Fast immer wegen der variablen Bitrate: Der Encoder hat den angegebenen Spitzenwert bei ruhigen Bildern nicht ausgereizt. In die andere Richtung kommt die Tonspur hinzu, die bei 256 kbit/s gut hundert Megabyte pro Stunde ausmacht — gegenüber dem Bild eine Nebensache.
Wie hole ich mehr Aufnahmezeit aus derselben Karte?
Über die Bitrate, nicht über die Auflösung. H.265 liefert bei etwa der halben Bitrate eine mit H.264 vergleichbare Bildqualität, halbiert also den Platzbedarf. Auch eine Bildrate von 25 statt 50 Bildern pro Sekunde spart, sofern Sie keine Zeitlupe brauchen.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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