Ideales Gasgesetz

p·V = n·R·T nach jeder der vier Größen aufgelöst, mit molarem Volumen und Teilchenzahl.

Vonaktualisiert

Absolutdruck, nicht Überdruck. Der Reifendruck an der Tankstelle wird als Überdruck angezeigt — dazu kommt noch etwa 1 bar Luftdruck.

In Grad Celsius eintragen — der Rechner rechnet selbst in Kelvin um. Unter −273,15 °C hat die Gleichung keinen Sinn.

Volumen: 22,71 l. Auf ein Mol entfallen dabei 22,71 Liter.

Ergebnis
22,71 l
Molares Volumen in l/mol
22,711
Anzahl der Teilchen
6,02 · 10²³
Gültigkeit
In diesem Bereich liegt die Abweichung realer Gase unter einem Prozent.

p·V = n·R·T verbindet Druck, Volumen, Stoffmenge und Temperatur eines Gases. Sind drei davon bekannt, steht die vierte fest — dieser Rechner löst nach jeder der vier auf und nennt zusätzlich das molare Volumen und die Teilchenzahl.

Die Temperatur wird in Grad Celsius eingegeben und intern in Kelvin umgerechnet, denn die Gaskonstante ist in Joule je Mol und Kelvin definiert. Das ist die häufigste Fehlerquelle überhaupt: Mit 20 statt 293,15 verrechnet man sich um den Faktor 15.

22,4 oder 22,7 Liter — beide Zahlen stimmen

Ältere Tabellen nennen 22,414 l/mol als molares Volumen eines idealen Gases bei Normbedingungen, neuere 22,711 l/mol. Beide sind richtig, sie gelten nur für verschiedene Drücke: 22,414 l/mol bei 0 °C und 101,325 kPa, also einer physikalischen Atmosphäre, 22,711 l/mol bei 0 °C und glatten 100 kPa.

Die IUPAC hat den Standarddruck 1982 auf 100 kPa geändert, damit er eine runde Zahl ist. Wer eine Aufgabe rechnet, sollte deshalb prüfen, welchen Standard das Aufgabenblatt meint — der Unterschied beträgt 1,3 Prozent und reicht, um eine Klausuraufgabe knapp zu verfehlen.

Warum die Gaskonstante seit 2019 exakt ist

R = 8,314 462 618 153 24 J/(mol·K) ist kein Messwert mehr, sondern folgt aus zwei Festlegungen: der Boltzmann-Konstante und der Avogadro-Konstante, die seit der SI-Revision von 2019 exakte Zahlenwerte haben. Wer die Konstante nachschlägt und immer noch eine Messunsicherheit dahinter findet, hat eine alte Quelle.

Praktisch heißt das: Die Unsicherheit im Ergebnis kommt nie von R, sondern von den eingetragenen Werten — vom Manometer, vom Messzylinder und vor allem vom Thermometer. Ein Grad Abweichung bei Raumtemperatur sind bereits 0,34 Prozent.

Wo das ideale Gas aufhört, ideal zu sein

Die Gleichung unterstellt, dass Gasteilchen kein Eigenvolumen haben und einander nicht anziehen. Bei Zimmerbedingungen ist das für Luft, Stickstoff oder Helium eine sehr gute Annahme — die Abweichung liegt unter einem Promille.

Bei hohem Druck und in der Nähe des Siedepunkts stimmt sie nicht mehr. Kohlendioxid bei 50 bar liegt mehrere Prozent daneben, Wasserdampf kurz über 100 °C ebenfalls. Wo es darauf ankommt, benutzt man die Van-der-Waals-Gleichung oder tabellierte Realgasfaktoren; für Schulaufgaben und Abschätzungen im Labor reicht die ideale Form.

Häufige Fragen

Warum muss ich in Kelvin rechnen?
Weil die Gleichung eine absolute Temperatur braucht: Bei 0 K hätte ein ideales Gas kein Volumen mehr. Grad Celsius hat seinen Nullpunkt willkürlich am Gefrierpunkt von Wasser. Der Rechner nimmt Celsius entgegen und addiert selbst 273,15.
Ist der Druck als Überdruck oder als Absolutdruck einzutragen?
Als Absolutdruck. Manometer zeigen meist den Überdruck gegenüber der Umgebung — 2 bar am Reifen sind rund 3 bar absolut. Wer den Überdruck einsetzt, unterschätzt die Stoffmenge deutlich.
Gilt das Gesetz auch für Gasgemische wie Luft?
Ja, solange die Bestandteile sich ideal verhalten. Für ein Gemisch steht n für die gesamte Stoffmenge aller Sorten. Jeder Bestandteil trägt seinen Partialdruck bei, und die Summe der Partialdrücke ist der Gesamtdruck.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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