Die Pixeldichte eines Bildschirms steckt in drei Zahlen, die auf jedem Datenblatt stehen: Diagonale in Zoll, Breite und Höhe in Pixeln. Der Rechner teilt die Pixeldiagonale durch die Zolldiagonale und nennt den ppi-Wert, dazu den Pixelabstand in Millimetern, die Bildfläche in Zentimetern und das Seitenverhältnis. Ein 24-Zoll-Monitor mit 1920 × 1080 kommt so auf 91,8 ppi, und ein einzelnes Pixel misst dort 0,277 mm.
Interessanter ist die letzte Zeile. Sie nennt den Abstand, ab dem das Auge zwei benachbarte Pixel nicht mehr auseinanderhält. Grundlage ist die Winkelminute, die Auflösungsgrenze eines Auges mit Sehschärfe 1,0 — bei 91,8 ppi sind das rund 95 cm, also ungefähr die Entfernung, in der die meisten ohnehin vor ihrem Monitor sitzen. Wer schärfer sieht als 1,0, muss weiter zurückrücken, bis das Raster verschwindet: Der Wert ist eine Untergrenze, keine Garantie.
Zoll bleibt Zoll, auch in Zentimeterländern
Bildschirmdiagonalen werden weltweit in Zoll angegeben — auch dort, wo der Zoll sonst weder im Baumarkt noch im Kochbuch vorkommt. Genau daran scheitert die häufigste Eingabe: Ein 24-Zoll-Monitor misst diagonal 61 cm, und wer 61 in das erste Feld tippt, bekommt 36,1 ppi, einen Pixelabstand von 0,70 mm und einen rasterfreien Abstand von 2,4 m. Die Zahlen sind rechnerisch einwandfrei und beschreiben trotzdem kein Gerät, das je auf einem Schreibtisch stand. Prüfen Sie also zuerst die Einheit und dann das Ergebnis.
Die zweite Stolperstelle ist die gerundete Produktbezeichnung. Panels, die als 24 Zoll verkauft werden, messen häufig 23,8 Zoll; aus 32 Zoll werden regelmäßig 31,5 Zoll. Für die Pixeldichte ist das nebensächlich: 1920 × 1080 ergeben auf 23,8 Zoll 92,6 statt 91,8 ppi, weniger als ein Prozent Unterschied. Für die Bildfläche in Zentimetern gilt das nicht. Aus 53,1 cm Breite werden 52,7 cm, und bei 3840 × 2160 liegt zwischen nominellen 32 Zoll und tatsächlichen 31,5 Zoll gut ein Zentimeter Bildbreite. Wer ein Regal oder zwei Monitore nebeneinander plant, nimmt die Diagonale aus dem Datenblatt und nicht vom Karton.
Die Zahl aus den Anzeigeeinstellungen ist oft die falsche
Der ppi-Wert beschreibt das Panel, nicht die Software. Windows skaliert hochauflösende Bildschirme ab Werk auf 150 oder 175 Prozent, macOS meldet »Sieht aus wie 1920 × 1080«, und der Browser gibt CSS-Pixel statt Gerätepixel zurück. Alle drei Zahlen liegen unter der nativen Auflösung, und wer sie einträgt, landet weit daneben: Ein 27-Zoll-Panel mit echten 3840 × 2160 hat 163,2 ppi und wird ab 53,5 cm rasterfrei, mit eingetragenen 2560 × 1440 kämen 108,8 ppi und 80,3 cm heraus — also 27 cm zu viel. Gemeint ist immer das Panel selbst: die Zahl der physischen Bildpunkte, die im Datenblatt des Herstellers steht.
Hinter der Skalierung steckt eine feste Annahme: Betriebssysteme rechnen mit rund 96 Pixeln pro Zoll als Bezugsgröße. Ein 24-Zoll-Panel mit Full HD liegt bei 91,8 ppi und damit fast genau dort, weshalb unskaliert alles in vernünftiger Größe erscheint. Ein 27-Zoll-Panel mit 4K liegt beim 1,7-Fachen, und ohne Skalierung schrumpfen Menüs und Text entsprechend. An der Pixeldichte ändert die Einstellung dabei nichts: Die 163,2 ppi bleiben, ein Buchstabe bekommt lediglich mehr Pixel. Genau darum geht es bei einem dichten Panel — die Oberfläche wird nicht kleiner, das Raster verschwindet.
Das genaue Seitenverhältnis und das beworbene
Der Rechner kürzt Breite und Höhe vollständig und zeigt das Ergebnis so, wie es herauskommt — nicht so, wie es im Prospekt steht. Bei 3440 × 1440 ist das 43 : 18, also 2,389 : 1. Der Handelsname »21 : 9« steht dagegen für 2,333 : 1; dazwischen liegen gut zwei Prozent. Verkauft wird der Monitor trotzdem als 21 : 9, und deshalb nennt die Ausgabe den geläufigen Namen zusätzlich, solange die Abweichung unter drei Prozent bleibt. Wundern Sie sich also nicht über ein Verhältnis, das so auf keiner Verpackung steht.
Umgekehrt sieht ungewohnt aus, was in Wahrheit vertraut ist: 2560 × 1600 kürzt sich zu 8 : 5, und das sind exakt dieselben Proportionen wie 16 : 10, nur anders aufgeschrieben. Praktisch wichtig wird das beim Vergleich zweier Geräte, denn die Diagonale allein sagt wenig, sobald das Format wechselt. Ein 34-Zoll-Ultrawide mit 3440 × 1440 ist 33,3 cm hoch, ein 27-Zoll-Bildschirm mit 2560 × 1440 kommt auf 33,6 cm — die sieben Zoll Unterschied stecken vollständig in der Breite. Wer Höhe sucht, findet sie in der Zeile mit der Bildfläche, nicht in der Zolldiagonale.