CSV und JSON umwandeln

Eine Tabelle in ein JSON-Array und zurück — mit Anführungszeichen, Semikolon und der deutschen Tabellenkalkulation im Blick.

2 Datensätze mit 3 Spalten als JSON.

Ergebnis
[ { "Name": "Anna", "Ort": "Berlin", "Alter": "34" }, { "Name": "Bernd", "Ort": "Frankfurt am Main", "Alter": "41" } ]
Datensätze
2
Spalten
3
Schlüssel
Name, Ort, Alter
Hinweis
Alle Werte bleiben Text, damit führende Nullen und Kommazahlen erhalten bleiben.

CSV ist die Sprache der Tabellenkalkulation, JSON die der Schnittstellen. Zwischen beiden hin und her zu wandeln ist Alltag — und stolpert regelmäßig über zwei Kleinigkeiten: das Trennzeichen und die Anführungszeichen.

In Deutschland trennt Excel mit Semikolon, weil das Komma als Dezimaltrennzeichen belegt ist. Eine Datei aus einem amerikanischen System öffnet deshalb hierzulande als eine einzige Spalte.

Was die Anführungszeichen leisten

Enthält ein Feld selbst das Trennzeichen, einen Zeilenumbruch oder ein Anführungszeichen, wird es in Anführungszeichen gesetzt. Ein Anführungszeichen im Feld wird dabei verdoppelt — so schreibt es RFC 4180 vor, und so machen es alle verbreiteten Programme.

Wer das beim Zusammenbauen einer CSV vergisst, erzeugt Dateien, die bei jedem Firmennamen mit Komma auseinanderfallen. Dieses Werkzeug setzt die Anführungszeichen beim Erzeugen automatisch und liest sie beim Einlesen korrekt.

Wann JSON die bessere Wahl ist

CSV kennt nur Text in einem flachen Raster: keine Typen, keine Verschachtelung, keine leeren Werte im Unterschied zum leeren Text. Sobald Daten eine Struktur haben — eine Adresse im Kunden, mehrere Positionen in einer Bestellung —, wird CSV zur Krücke.

Umgekehrt lässt sich JSON nur dann sinnvoll in CSV wandeln, wenn es ein Array flacher Objekte ist. Verschachtelte Werte landen als Text in ihrer Zelle, und das ist beim Zurückwandeln nicht mehr rückgängig zu machen.

Häufige Fragen

Warum zeigt Excel meine Umlaute falsch an?
Weil Excel eine CSV ohne Byte-Order-Mark unter Windows in der Systemkodierung liest, nicht als UTF-8. Abhilfe schafft der Import über „Daten → Aus Text/CSV“ mit ausdrücklicher Wahl von UTF-8 — oder eine Datei, die mit dem Byte-Order-Mark beginnt.
Bleiben führende Nullen erhalten?
In der Datei ja, in Excel nicht: Es deutet 00123 als Zahl und wirft die Nullen weg, ebenso bei Postleitzahlen und Artikelnummern. Beim Import muss die Spalte ausdrücklich als Text deklariert werden — die CSV selbst ist unschuldig.
Werden Zahlen als Zahlen erkannt?
Beim Weg nach JSON bleiben alle Werte hier Text. Das ist die verlustfreie Variante: Eine automatische Erkennung würde Artikelnummern zu Zahlen machen, führende Nullen verlieren und aus 1,5 je nach Land 15 oder 1.5 machen. Wer Typen braucht, setzt sie nachträglich gezielt.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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