Ein Slug ist der lesbare Teil einer Adresse hinter dem letzten Schrägstrich. Er sollte nur Kleinbuchstaben, Ziffern und Bindestriche enthalten — alles andere wird prozentkodiert und dabei unlesbar.
Für deutsche Texte ist die Umlautbehandlung entscheidend. „Größe“ muss zu „groesse“ werden, nicht zu „grosse“ oder „gre“ — die Ersatzschreibung mit e ist die einzige, die das Wort erhält.
Bindestrich statt Unterstrich
In Adressen trennt der Bindestrich Wörter, der Unterstrich verbindet sie. Suchmaschinen lesen „nordrhein-westfalen“ deshalb als zwei Wörter und „nordrhein_westfalen“ eher als eines — für die Auffindbarkeit ist das ein Unterschied.
Umlaute direkt in die Adresse zu schreiben, ist technisch inzwischen möglich, praktisch aber unschön: Beim Kopieren wird daraus %C3%BC, und in E-Mails oder Chatnachrichten sieht die Adresse dann zerhackt aus.
Wie lang darf ein Slug sein
Eine technische Grenze gibt es kaum, doch in Suchergebnissen wird die Adresse gekürzt angezeigt, und lange Slugs sind schwerer zu teilen. Sechzig Zeichen sind ein brauchbarer Richtwert, und die Kürzung sollte an einer Wortgrenze erfolgen.
Wichtiger als die Länge ist die Beständigkeit: Ein einmal veröffentlichter Slug sollte sich nicht mehr ändern. Wird er doch geändert, gehört eine dauerhafte Weiterleitung eingerichtet, sonst gehen Verlinkungen und Rankings verloren.