Die Präfixlänge sagt, wie viele Bits der Adresse das Netz bezeichnen. Bei /26 sind das 26 Bits fürs Netz und sechs für die Hosts — also 64 Adressen, von denen 62 vergeben werden können.
Zwei Adressen fallen immer weg: die Netzadresse ganz unten und die Broadcast-Adresse ganz oben. Deshalb hat ein /30 nur zwei nutzbare Adressen und ist die kleinste sinnvolle Punkt-zu-Punkt-Verbindung.
Warum die Zahl der Adressen so springt
Jedes Bit weniger im Präfix verdoppelt das Netz. Von /26 auf /25 wächst es von 64 auf 128 Adressen, auf /24 auf 256 — dazwischen gibt es nichts, denn Netzgrößen sind immer Zweierpotenzen.
Deshalb ist die Planung eine Frage des Aufrundens. Wer 70 Geräte unterbringen will, braucht ein /25 mit 126 nutzbaren Adressen; ein /26 mit 62 reicht nicht, auch wenn es knapp aussieht.
Private Bereiche
RFC 1918 reserviert drei Bereiche für private Netze: 10.0.0.0/8, 172.16.0.0/12 und 192.168.0.0/16. Adressen daraus werden im Internet nicht geroutet, weshalb sie in jedem Heim- und Firmennetz vorkommen.
Daneben gibt es 127.0.0.0/8 für die eigene Maschine und 169.254.0.0/16 für die Selbstvergabe, wenn kein DHCP antwortet. Eine Adresse aus dem letzten Bereich ist fast immer das Zeichen eines nicht erreichbaren DHCP-Servers.