Die Kirchensteuer wird nicht auf das Einkommen erhoben, sondern auf die Lohnsteuer. Deshalb steigt sie nicht gleichmäßig mit dem Gehalt, sondern folgt der Progression des Steuertarifs — und deshalb zahlt jemand mit dem doppelten Gehalt oft deutlich mehr als das Doppelte.
Warum die tatsächliche Belastung kleiner ist
Gezahlte Kirchensteuer ist in voller Höhe als Sonderausgabe abziehbar. Sie mindert also das zu versteuernde Einkommen und holt sich einen Teil über die Einkommensteuer zurück — bei einem Grenzsteuersatz von 42 % bleiben von 100 € Kirchensteuer effektiv rund 58 € Belastung.
Dieser Rechner weist beide Zahlen aus: die abgeführte Kirchensteuer und die Belastung nach dem Sonderausgabenabzug, geschätzt über Ihren Grenzsteuersatz im laufenden Tarif.
Kinderfreibeträge
Für die Kirchensteuer wird die Bemessungsgrundlage immer um die Kinderfreibeträge gekürzt, auch wenn beim Lohnsteuerabzug das Kindergeld günstiger war und die Freibeträge dort nicht wirken. Eltern zahlen deshalb weniger Kirchensteuer, ohne dass sich ihre Lohnsteuer ändert.