Rouladen sind ein Sonntagsgericht, und alles daran ist das lange Schmoren. Das Fleisch ist bewusst nicht das zarteste: faserige Oberschale wird in anderthalb Stunden weicher als Filet, weil das Kollagen zu Gelatine wird.
Der Senf kommt großzügig direkt aufs Fleisch. Im fertigen Gericht schmeckt er nicht scharf: seine Säure arbeitet von innen wie eine Marinade, und der Geschmack löst sich in der Soße auf.
Die Soße entsteht aus dem, was im Topf bleibt, und wird nicht blank passiert. Das Gemüse, das nach zwei Stunden zerfallen ist, ist die Bindung.