FPS und Frame Time

Wie viele Millisekunden ein Bild bei einer Bildrate hat, was ein Gewinn an FPS wirklich bringt und wann der Monitor mitkommt.

60 FPS bedeuten 16,67 Millisekunden je Bild.

Frame Time
16,67 ms je Bild
Frame Time des Ziels
6,94 ms bei 144 FPS
Gewinn
9,72 ms je Bild
Passt zum Monitor
nein — der Monitor zeigt 144 Hz, die Karte liefert nur 60 FPS
Zeitbudget je Bild
16,67 ms für Spiel, Treiber und Karte zusammen

FPS und Frame Time sind dieselbe Größe von zwei Seiten: Die eine zählt Bilder je Sekunde, die andere misst, wie lange ein Bild dauert. Der Zusammenhang ist ein Kehrwert, und genau deshalb täuscht die FPS-Zahl.

Von 30 auf 60 FPS gewinnt man 16,7 Millisekunden je Bild. Von 200 auf 230 gewinnt man 0,65 — dieselben dreißig Bilder, ein völlig anderer Unterschied für Auge und Hand.

Warum die Kurve oben flach wird

Ein Bild bei 60 FPS steht 16,67 Millisekunden, bei 120 FPS 8,33 und bei 240 FPS 4,17. Jede Verdopplung halbiert die Zeit, also wird jeder weitere Schritt kleiner. Die letzten dreißig Bilder eines 240-FPS-Systems kosten mehr Rechenleistung als die ersten hundert und bringen weniger als eine Millisekunde.

Deshalb wird bei der Hardwarebewertung längst in Millisekunden gemessen. Wer wissen will, ob sich eine Aufrüstung lohnt, schaut auf den Gewinn in ms — dieser Rechner nennt ihn direkt.

Bildrate und Monitor

Ein 144-Hz-Monitor zeigt alle 6,94 Millisekunden ein neues Bild. Liefert die Grafikkarte 100 FPS, fällt nicht jedes Panelbild auf ein fertiges Spielbild, und ohne variable Bildwiederholrate entsteht sichtbares Ruckeln oder ein Riss quer durchs Bild.

Freesync und G-Sync lösen das, indem der Monitor auf die Karte wartet — aber nur innerhalb ihres Bereichs, meist etwa von 48 Hz aufwärts. Unterhalb davon greifen Verdopplungsverfahren, oberhalb der Höchstfrequenz wird wieder abgeschnitten.

Häufige Fragen

Was sind 1-%-Lows und warum sind sie wichtiger als der Durchschnitt?
Sie sind die Frame Time des schlechtesten Prozents aller Bilder. Ein Spiel mit 120 FPS im Schnitt, dessen 1-%-Lows bei 40 liegen, fühlt sich schlechter an als eines mit konstanten 80. Das Auge merkt sich die Aussetzer, nicht den Mittelwert.
Bringen mehr FPS als Hertz überhaupt etwas?
Für die Bildglätte nicht, für die Eingabeverzögerung schon: Das angezeigte Bild ist frischer, weil zwischen Eingabe und Darstellung weniger Zeit liegt. Der Gewinn ist real, aber klein, und er kostet Strom und Abwärme — bei doppelter Bildrate über den Hertz des Monitors liegt er im Bereich weniger Millisekunden.
Warum ruckelt es trotz hoher FPS?
Weil die Frame Times schwanken. Wenn auf drei Bilder à 8 ms eines mit 40 ms folgt, zeigt der Zähler weiter über hundert FPS, aber das Auge sieht einen Ruckler. Ein Verlauf der Frame Times sagt darüber mehr aus als jede Durchschnittszahl.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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