Hash berechnen: MD5, SHA-1, SHA-256

MD5, SHA-1 oder SHA-256 von einem Text — mit Länge und Hinweis, wofür der Algorithmus noch taugt.

Vonaktualisiert

Wird als UTF-8 gehasht — Leerzeichen und Zeilenumbrüche am Ende zählen mit.

Voreingestellt ist SHA-256. MD5 und SHA-1 sind gebrochen und taugen nur noch als Prüfsumme gegen zufällige Fehler.

SHA256: 3726b0bf701a0283d1ee0e9d174344e235e2eb243249923da92272c2f28f7990

Hash (hexadezimal)
3726b0bf701a0283d1ee0e9d174344e235e2eb243249923da92272c2f28f7990
Länge
64
Hinweis
SHA-256 gilt als sicher. Für Passwörter trotzdem ungeeignet: dafür braucht es bcrypt, scrypt oder Argon2, weil ein schneller Hash milliardenfach je Sekunde durchprobiert wird.

Ein Hash ist ein Fingerabdruck fester Länge: SHA-256 liefert für „hallo“ und für ein ganzes Buch jeweils 64 hexadezimale Zeichen. Ändert sich ein einziges Zeichen — „Hallo“ statt „hallo“ —, ist das Ergebnis nicht ähnlich, sondern vollständig anders. Deshalb taugt ein Hash zum Vergleichen, nicht zum Suchen nach Ähnlichem: Zwei fast gleiche Texte haben in ihren Hashes nichts gemeinsam.

Gerechnet wird im Browser, und zwar über die UTF-8-Darstellung des Textes. Ein Leerzeichen oder ein Zeilenumbruch am Ende zählt mit: Wer den Wert mit der Ausgabe von sha256sum vergleicht und eine Abweichung sieht, findet die Ursache fast immer dort. Dateien nimmt das Feld nicht entgegen, nur Text.

MD5 und SHA-1 sind gebrochen

Gebrochen heißt: Man kann gezielt zwei verschiedene Eingaben mit demselben Hash erzeugen. Für MD5 ist das seit 2004 bekannt; heute rechnet ein Notebook eine solche Kollision in Sekunden, und auch die teurere Variante mit frei gewähltem Anfang — erst sie erlaubt es, zwei sinnvolle Dateien gegeneinander auszutauschen — ist seit dem gefälschten CA-Zertifikat von 2008 bezahlbar. Für SHA-1 gelang es 2017 erstmals: Mit einem Rechenaufwand von rund 6 500 CPU-Jahren legten Forscher zwei verschiedene PDF-Dateien mit identischem SHA-1 vor; seit 2019 kostet ein solcher Angriff nur noch einige zehntausend Euro Rechenzeit — billig genug, dass sich niemand mehr darauf verlassen sollte. Wer damit signiert, Zertifikate ausstellt oder einen Download gegen Manipulation absichert, sichert nichts ab.

Als Prüfsumme gegen zufällige Beschädigung bleiben beide brauchbar: Ob eine Datei beim Kopieren oder Herunterladen kaputtgegangen ist, verrät ein MD5 so zuverlässig wie eh und je — ein Bit kippt nicht mit Absicht. Sobald jemand ein Interesse daran hat, dass zwei Dateien gleich aussehen, ist SHA-256 die Untergrenze; MD5 (RFC 1321, von 1992) und SHA-1 führt das BSI in seiner Technischen Richtlinie TR-02102-1 seit Jahren nicht mehr als geeignet auf. Darum ist SHA-256 hier voreingestellt.

Passwörter gehören nicht in einen schnellen Hash

SHA-256 ist auf Tempo gebaut. Eine Grafikkarte rechnet Milliarden davon pro Sekunde — genau die Eigenschaft, die den Algorithmus für Prüfsummen tauglich macht, macht ihn als Passwortspeicher untauglich. Wer Passwörter in einer Datenbank ablegt, nimmt bcrypt, scrypt oder Argon2: absichtlich langsame Verfahren mit einstellbarem Aufwand und einem eigenen Salt je Benutzer.

Dass ein Hash nicht umkehrbar ist, hilft dabei wenig. Kurze und häufige Eingaben muss niemand zurückrechnen, sie werden nachgeschlagen: Wortlisten, Name mit Jahreszahl und ganze Leak-Sammlungen liegen längst als fertige Hash-Listen bereit, und Rainbow Tables pressen dasselbe platzsparend in Ketten. Erst ein zufälliges Salt je Eintrag macht diese Vorberechnung wertlos — und ein Salt kennt dieser Rechner nicht.

Was der Rechner nicht kann

Er hasht Text, keine Dateien. Die Prüfsumme einer heruntergeladenen ISO holen Sie sich schneller lokal: sha256sum datei.iso unter Linux, shasum -a 256 datei.iso unter macOS, Get-FileHash datei.iso in der PowerShell. Verglichen wird das Ergebnis mit dem Wert von der Seite des Anbieters, nicht mit dem, der beim Spiegelserver neben der Datei liegt. Gegen einen kaputten Download hilft das; gegen einen manipulierten Anbieter hilft nur eine Signatur — GPG oder minisign, mit einem Schlüssel, den Sie anderswoher kennen.

HMAC, Schlüssel und Salt fehlen ebenfalls. Für eine Webhook-Signatur brauchen Sie HMAC-SHA-256 mit dem geheimen Schlüssel des Absenders; ein reiner Hash über denselben Text ergibt einen anderen Wert und prüft gar nichts. Und auch wenn die Eingabe hier den Browser nicht verlässt: Echte Geheimnisse tippt man grundsätzlich nicht in ein Webformular.

Häufige Fragen

Warum ist mein Hash anders als der auf der Download-Seite?
Fast immer liegt es an der Eingabe, nicht am Algorithmus. Ein Zeilenumbruch am Ende, ein mitkopiertes geschütztes Leerzeichen oder eine andere Zeichenkodierung ergeben einen völlig anderen Wert. Und wenn Sie eine Datei prüfen wollen: Dieses Feld hasht den Text, den Sie hineinkopieren, nicht die Datei selbst.
Kann man einen Hash zurückrechnen?
Den Algorithmus umkehren: nein. Die Eingabe wiederfinden: bei kurzem oder gängigem Text sehr wohl. Ein achtstelliges Passwort aus Buchstaben und Ziffern ist auf heutiger Hardware in überschaubarer Zeit durchprobiert, ein bekanntes Wort steht ohnehin in jeder fertigen Hash-Liste. Geheim bleibt eine Eingabe nur, wenn sie lang und zufällig ist.
Reicht SHA-256, oder sollte es SHA-512 sein?
Für alles Übliche reicht SHA-256: Es gilt als ungebrochen und ist der Standard für Signaturen, Zertifikate und Prüfsummen. SHA-512 ist nicht alltagstauglicher, sondern schlicht länger; in reiner Software ist es auf 64-Bit-Prozessoren sogar schneller, mit den SHA-Befehlen aktueller CPUs liegt dafür SHA-256 vorn. SHA-3 ist ein anderer Aufbau und als Rückfallebene gedacht, kein fälliger Wechsel.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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