Drehzahl und Geschwindigkeit

Welche Geschwindigkeit eine Drehzahl im gewählten Gang ergibt — aus Übersetzung, Achse und Reifengröße.

2.500 1/min ergeben 93,8 km/h — das sind 37,5 km/h je 1000 Umdrehungen.

Geschwindigkeit
93,8 km/h
Je 1000 Umdrehungen
37,5 km/h je 1000 1/min
Abrollumfang
1.914 mm (Durchmesser 632 mm)
Raddrehzahl
817 1/min
Gesamtübersetzung
3,06 : 1

Zwischen Kurbelwelle und Straße stehen drei Zahlen: die Übersetzung des eingelegten Gangs, die der Achse und der Umfang des Reifens. Aus ihnen ergibt sich zu jeder Drehzahl genau eine Geschwindigkeit.

Der Rechner nennt zusätzlich die Kennzahl, mit der Fahrer wirklich rechnen: km/h je 1000 Umdrehungen. Sie hängt nur vom Gang ab und bleibt über den ganzen Drehzahlbereich gleich.

Warum der Abrollumfang kleiner ist als der Kreisumfang

Ein Reifen ist keine Scheibe: Unter Last plattet er auf der Aufstandsfläche ab, und der Weg pro Umdrehung fällt kürzer aus als der Umfang eines Kreises mit demselben Durchmesser. Die Differenz beträgt rund vier Prozent.

Deshalb rechnet dieses Werkzeug den geometrischen Umfang aus und nimmt davon 96,4 Prozent — das ist der Wert, mit dem auch die Abrollumfangstabellen der Reifenhersteller arbeiten. Wer die reine Kreisformel benutzt, liegt bei 205/55 R16 um gut siebzig Millimeter zu hoch.

Was passiert, wenn die Reifengröße wechselt

Ein größerer Abrollumfang senkt die Drehzahl bei gleichem Tempo und lässt den Tacho zu wenig anzeigen. Bis drei Prozent Abweichung gilt das als unkritisch; darüber wird es eine Sache für die Zulassung, weil der Tacho nach Vorschrift nie weniger anzeigen darf als gefahren wird.

Umgekehrt macht ein kleinerer Umfang das Auto rechnerisch schneller und den Verbrauch je hundert Kilometer scheinbar höher, weil die gefahrene Strecke unterschätzt wird. Beides lässt sich hier nachrechnen, indem man die zweite Größe einträgt und die Werte vergleicht.

Häufige Fragen

Woher bekomme ich die Übersetzungen meines Autos?
Aus dem Werkstatthandbuch oder den technischen Daten des Modells; viele Hersteller listen sie im Prospekt unter „Getriebe“. Wer sie nicht findet, kann sie messen: im höchsten Gang bei konstanter Geschwindigkeit Tacho und Drehzahlmesser ablesen und hier so lange probieren, bis es passt.
Warum zeigt mein Tacho mehr an als der Rechner?
Weil er das darf und in aller Regel muss. Die Vorschrift erlaubt eine Anzeige bis zehn Prozent plus vier km/h über der tatsächlichen Geschwindigkeit, aber keinen einzigen km/h darunter. Der rechnerische Wert liegt deshalb fast immer unter der Anzeige.
Gilt das auch für ein Fahrrad oder ein Motorrad?
Für das Motorrad ja, mit Primär- und Sekundärübersetzung statt Getriebe und Achse. Beim Fahrrad ist es einfacher: Dort tritt die Übersetzung aus Kettenblatt geteilt durch Ritzel an die Stelle der beiden Werte, und die Trittfrequenz an die der Drehzahl.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

Passt dazu