Generator-Rechner

Welche Dauer- und Anlaufleistung ein Stromerzeuger braucht — es entscheidet der stärkste Motor.

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Alle Verbraucher, die gleichzeitig laufen sollen — die Werte vom Typenschild oder vom Netzteil addiert. Bei Motoren meint die kW-Angabe auf dem Schild oft die abgegebene Wellenleistung; die aufgenommene liegt je nach Wirkungsgrad 15 bis 30 Prozent höher. Steht daneben ein Nennstrom in Ampere, ist mal 230 Volt der ehrlichere Wert.

Nur das eine Gerät mit dem härtesten Anlauf, nicht die Summe. In der Dauerlast oben ist es bereits enthalten.

Um welchen Faktor die Leistungsaufnahme im Moment des Einschaltens über dem Typenschildwert liegt.

Puffer für Höhe, Wärme, Alterung und den vergessenen Verbraucher. 20 % sind üblich.

Gesucht ist ein Aggregat mit 3.000 W Dauer- und mindestens 4.100 W Spitzenleistung.

Nötige Dauerleistung
3.000
Nötige Anlaufleistung
4.100
Was das bedeutet
Gesucht ist ein Aggregat mit 3.000 W Dauer- und mindestens 4.100 W Spitzenleistung.

Ein Stromerzeuger mit 3 kW Dauerleistung reicht für Verbraucher mit zusammen 2.500 Watt genau aus — bis die Tauchpumpe anläuft. Ihre 800 Watt vom Typenschild werden für den Bruchteil einer Sekunde zu 2.400 Watt, und in diesem Moment verlangt die Baustelle nicht 2.500, sondern 4.100 Watt. Die Drehzahl sackt ab, die Spannung geht mit, die Pumpe kommt nicht hoch.

Deshalb nennt dieses Werkzeug zwei Zahlen, die sich nicht ineinander umrechnen lassen: die Dauerleistung, die das Aggregat stundenlang liefern muss, und die Anlaufleistung, die es für Sekundenbruchteile verkraften muss. Wer nur die erste kennt, kauft zu klein.

Die Summe der Typenschilder ist die falsche Zahl

Addiert man alle Wattangaben, erhält man eine Zahl, die den Normalbetrieb beschreibt und den kritischen Moment verschweigt. Jeder Motor zieht beim Anlauf ein Vielfaches seines Nennstroms, weil der stillstehende Läufer sich zunächst wie ein kurzgeschlossener Transformator verhält. Erst wenn er dreht, baut die induzierte Gegenspannung den Strom ab.

Ein Kühlschrank mit 150 Watt Aufnahme verlangt beim Einschalten des Verdichters kurzzeitig 450 bis 900 Watt. Ausschlaggebend ist dabei nur das eine Gerät mit dem härtesten Anlauf: Dass zwei Motoren in derselben Zehntelsekunde starten, ist unwahrscheinlich, und danach läuft der erste bereits mit seiner Nennleistung mit.

Dauerleistung, Hauptstromleistung, Spitze — welche Zahl gilt

Auf einem Aggregat steht selten nur eine Leistung. Die Dauerleistung (COP nach DIN EN ISO 8528) ist die, die das Aggregat unbegrenzt bei voller Last hält; die Hauptstromleistung (PRP) liegt rund zehn Prozent darüber, gilt aber nur für wechselnde Last mit höchstens 70 Prozent Tagesmittel. Die Maximal- oder Spitzenleistung liegt noch einmal darüber und ist nur für kurze Zeit zulässig — auf dem Karton steht gern diese letzte Zahl.

Verglichen wird deshalb die hier berechnete Dauerleistung mit der Dauerleistung des Geräts, nie mit der Werbeangabe. Die Anlaufleistung darf dagegen in die Spitze hineinreichen, denn sie steht nur Sekundenbruchteile an. Bei Inverter-Aggregaten begrenzt allerdings oft die Elektronik und nicht der Verbrennungsmotor, wie weit diese Spitze reicht.

Was die Rechnung nicht abdeckt

Sie kennt nur Watt. Ob der Anschluss überhaupt passt, ist eine zweite Frage: Ein Drehstromverbraucher an 400 Volt braucht ein dreiphasiges Aggregat, und dessen Leistung lässt sich nicht immer frei auf die einzelnen Phasen verteilen — die einphasige Schuko-Steckdose eines 5-kW-Geräts gibt häufig nur einen Bruchteil davon her.

Ebenso wenig sagt die Rechnung etwas über die Schutzmaßnahme. Ein Stromerzeuger bildet ein eigenes Netz; wie Sternpunkt und Körper zu behandeln sind, regelt DIN VDE 0100-551, und im Freien kommen Aufstellort und Abgasführung dazu. Hier geht es allein um die Frage nach der Größe.

Häufige Fragen

Woher weiß ich den Anlauffaktor meines Geräts?
Aus der Bauart. Elektronik, LED-Lampen und Heizgeräte haben keinen Anlaufstrom, Faktor eins. Umwälzpumpen, Kühlschränke und kleine Handmaschinen liegen bei etwa drei. Kompressoren, Kreissägen und Tiefbrunnenpumpen, die gegen Druck anfahren, erreichen sechs und mehr. Steht auf dem Typenschild ein Anlaufstrom in Ampere, rechnen Sie ihn zuerst in den Faktor um: mal 230 Volt ergibt die Anlaufscheinleistung in Voltampere, und diese durch die Nennleistung des Geräts geteilt ist Ihr Faktor. 10,4 A × 230 V sind rund 2.400 VA, geteilt durch 800 W ergibt das drei; liegt Ihr Ergebnis zwischen zwei Stufen der Liste, nehmen Sie die höhere. Voltampere durch Watt zu teilen ist formal unsauber, der Fehler geht aber in die Reserve. In das Feld „Stärkster Motor“ gehört weiterhin die Nennleistung in Watt, nicht die Anlaufscheinleistung — sonst zählt der Rechner den Anlauf ein zweites Mal.
Was passiert, wenn das Aggregat zu klein ist?
Die Drehzahl bricht ein, und mit ihr sinken Spannung und Frequenz unter die 230 Volt und 50 Hertz, für die die Geräte gebaut sind. Der Motor, der anlaufen wollte, kommt nicht auf Touren und zieht weiter seinen vollen Anlaufstrom, bis die Wicklung heiß wird oder der Schutz auslöst. Für Elektronik ist die Unterspannung ebenso ungesund: Netzteile schalten ab und starten neu.
Warum noch Reserve, wenn der Anlauf schon eingerechnet ist?
Weil die Leistung auf dem Typenschild für Normbedingungen gilt — rund 25 °C und geringe Höhe über dem Meer. Als Faustwert verliert ein Verbrennungsmotor etwa ein Prozent Leistung je 100 Meter Höhe, weiteres bei Hitze; dazu kommen Alterung und der Verbraucher, den man beim Zählen übersehen hat. 20 Prozent Reserve fangen das ab, ohne dass das Aggregat dauerhaft am Anschlag läuft.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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