Transformator-Rechner

Übersetzungsverhältnis, Primär- und Sekundärstrom eines Transformators aus zwei Spannungen und der Leistung.

Vonaktualisiert

Die Eingangsseite. Im Hausnetz sind das 230 V bei 50 Hz.

Die Ausgangsseite, zum Beispiel 12 V für eine Halogenanlage oder 24 V für eine Steuerung.

Der Wert vom Typenschild. Trafos werden in VA angegeben, nicht in Watt.

Das Übersetzungsverhältnis beträgt 19,1667 zu 1. Primär fließen 0,4348 A, sekundär 8,3333 A — je kleiner die Spannung, desto größer der Strom.

Übersetzungsverhältnis ü
19,1667
Strom der Primärwicklung
0,4348
Strom der Sekundärwicklung
8,3333

Ein Trafo für eine 12-Volt-Halogenanlage hängt primär an 230 V und trägt 100 VA auf dem Typenschild. Sein Übersetzungsverhältnis ist 230 geteilt durch 12, also 19,17. Primärseitig fließen dabei 0,435 A, sekundärseitig 8,33 A — gut neunzehnmal so viel, obwohl beide Wicklungen dieselben 100 VA übertragen.

Genau das ist die Aufgabe eines Transformators: Er tauscht Spannung gegen Strom und lässt die Leistung, wie sie ist. Tragen Sie beide Spannungen und die Leistung ein, dann stehen das Verhältnis und beide Wicklungsströme da — die Zahlen, nach denen Sie Querschnitt und Vorsicherung aussuchen.

Die Spannung geht mit, der Strom dagegen

Spannung und Windungszahl hängen direkt zusammen: ü = U1/U2 = N1/N2. Doppelt so viele Windungen auf der Primärseite heißen die halbe Spannung auf der Sekundärseite. Bei 230 V auf 12 V ist ü = 19,17, und dasselbe Verhältnis haben die beiden Windungszahlen.

Der Strom läuft in die andere Richtung. Halbiert der Trafo die Spannung, verdoppelt sich der Strom, denn das Produkt aus beiden bleibt gleich — abzüglich der Verluste. Ein Schweißtrafo mit 3.000 VA, der 230 V auf 20 V heruntertransformiert, zieht primär 13,04 A und liefert sekundär 150 A. Deshalb ist die Sekundärwicklung eines solchen Geräts ein fingerdickes Band und die Primärwicklung dünner Draht.

Diese Rechnung ist die ideale

Gerechnet wird hier mit einem verlustfreien Trafo: Primär geht genau so viel hinein, wie sekundär herauskommt. Ein wirklicher Transformator dieser Größe schafft 85 bis 95 Prozent, kleine Typen eher das untere Ende; große Verteiltransformatoren liegen dagegen bei 98 bis 99 Prozent. Verloren geht die Leistung zweimal — als Wärme in den Wicklungen (Kupferverluste, mit dem Quadrat des Stroms) und im Blechpaket durch Ummagnetisierung und Wirbelströme (Eisenverluste, fast unabhängig von der Last).

Der Primärstrom fällt in Wirklichkeit also etwas höher aus als hier angezeigt. Bei den 100 VA von oben und einem Wirkungsgrad von 90 Prozent nimmt der Trafo primär rund 111 VA auf, das sind 0,483 A statt 0,435 A — etwa elf Prozent mehr. Rechnen Sie bei der Vorsicherung diesen Zuschlag mit ein und wählen Sie sie träge: Ringkerntrafos ziehen im Einschaltmoment ein Vielfaches des Nennstroms.

Vom Verhältnis zur Windungszahl

Weil ü zugleich das Verhältnis der Windungszahlen ist, kommen Sie von einer bekannten Wicklung auf die andere. Hat die Sekundärseite 60 Windungen für 12 V, sind das 0,2 V je Windung; die Primärseite braucht dann 230 geteilt durch 0,2, also 1.150 Windungen.

Wie viele Volt auf eine Windung entfallen, entscheidet der Kern: U = 4,44 · f · N · B · A, mit der Frequenz, der Flussdichte im Blech und dem Eisenquerschnitt. Das Verhältnis ist davon unabhängig, die absoluten Windungszahlen nicht. Praktische Folge: Ein für 60 Hz gewickelter Trafo gerät an unseren 50 Hz in die Sättigung und wird heiß, umgekehrt geht es gut.

Häufige Fragen

Warum steht auf dem Typenschild VA und nicht Watt?
Weil die Wicklung nicht die Wirkleistung spürt, sondern den Strom. Hängt eine Spule oder ein Kondensator daran, sind Spannung und Strom gegeneinander verschoben: Der Trafo überträgt vielleicht nur 70 W, muss aber trotzdem den Strom für 100 VA führen können. Voltampere ist deshalb die ehrliche Grenze, und nur bei rein ohmscher Last sind VA und Watt dasselbe.
Gilt die Rechnung auch für Drehstrom?
Nein, dieses Werkzeug rechnet einphasig. Bei Drehstrom kommt die Wurzel aus drei hinzu: I = S / (√3 · U). Ein Ortsnetztransformator mit 630 kVA von 20 kV auf 400 V führt oberspannungsseitig 18,2 A und unterspannungsseitig 909 A. Das Verhältnis der Ströme ist mit 50 aber genau das der Spannungen — die Grundregel bleibt.
Darf ich einen Trafo rückwärts betreiben?
Physikalisch ja, das Verhältnis kehrt sich einfach um. Elektrisch ist es heikel: Die Sekundärwicklung hat Ausgleichswindungen für den Spannungsabfall unter Last, rückwärts kommen deshalb keine vollen 230 V heraus; Leerlauf- und Einschaltstrom fallen auf der Niederspannungsseite entsprechend hoch aus, der eingebaute Temperaturschutz sitzt in der Regel in der Primärwicklung und damit auf der falschen Seite, und die Bauartprüfung nach DIN EN 61558-2-6 (VDE 0570-2-6) gilt nur für die geprüfte Richtung. Für Schutzkleinspannung ist ein rückwärts betriebener Trafo kein zugelassenes Bauteil.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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