Wie viel bringt ein Kanal im Monat? Der Rechner nimmt die drei Quellen, aus denen sich die Einnahmen der meisten Kanäle zusammensetzen — Abonnements, Bits und Werbung — und rechnet sie zu einer Summe zusammen. Eingetragen wird, was in Ihrer eigenen Abrechnung tatsächlich steht: die Zahl der Abos, der Preis eines Abos, Ihr Anteil daran in Prozent, die Bits des Monats und die Werbeeinnahmen.
Vorgegeben ist dabei so wenig wie möglich. Wie viel von einem Abonnement beim Kanal ankommt, steht im Vertrag und nicht in diesem Rechner — deshalb ist anteil ein Feld, das Sie selbst füllen. Bei den Bits rechnet der Rechner anders: Er setzt je Bit einen festen Cent für den Kanal an, und der Vertragsanteil wird darauf nicht angewandt. Am Ende steht eine Summe vor Steuern; was das heißt, erklärt weiter unten ein eigener Abschnitt.
Wie aus fünf Feldern eine Monatssumme wird
Der Rechner geht in zwei Schritten vor. Zuerst entsteht proAbo: der Preis eines Abos multipliziert mit anteil, geteilt durch hundert — also der Betrag, der von einem einzelnen Abonnement beim Kanal bleibt. Multipliziert mit abos ergibt das ausAbos. Davon getrennt entsteht ausBits, indem die Zahl der Bits mit dem festen Cent je Bit multipliziert wird. Beide Beträge zusammen mit werbeeinnahmen ergeben gesamt. Mehr Schritte sind es nicht, und genau deshalb lässt sich jede Zahl im Ergebnis auf ein Feld zurückführen, das Sie selbst eingetragen haben.
Die Vorbelegung ist ein Beispiel und keine Prognose. Bei 200 Abos zu 4,99 und einem Anteil von 50 Prozent bleiben 2,495 je Abo, macht 499 aus den Abonnements; 30 000 Bits ergeben 300, dazu 150 aus Werbung. gesamt steht damit bei 949 vor Steuern. Ändern Sie ein einziges Feld, verschiebt sich das Bild deutlich: anteil wirkt auf den gesamten Abo-Block, der Preis ebenso, die Bits bewegen sich unabhängig davon. Wer wissen will, woran sein Monat wirklich hängt, verstellt die Felder einzeln und beobachtet, welche Zeile springt.
Der Anteil kommt aus Ihrem Vertrag, der Cent je Bit steht fest
anteil steht als Feld da, weil es die eine Zahl nicht gibt, die für alle stimmt. Was ein Kanal von einem Abonnement behält, hängt von der Vereinbarung mit der Plattform ab, und die fällt je nach Programm, Reichweite und Laufzeit unterschiedlich aus. Ein Rechner, der hier eine feste Größe einsetzte, würde einem Teil seiner Nutzer schlicht das Falsche vorrechnen. Die 50 Prozent in der Vorbelegung sind deshalb nur ein Startwert für das Beispiel — maßgeblich ist die Quote, die in Ihrer eigenen Abrechnung steht.
Bei den Bits rechnet der Rechner mit einer festen Größe: einem Cent je Bit für den Kanal, ohne dass die Vertragsquote darauf noch einmal angewandt würde. Was eine Plattform je Bit tatsächlich gutschreibt und in welcher Währung sie abrechnet, kann sie ändern — prüfen Sie den Satz in Ihrer Abrechnung und rechnen Sie die Zahl der Bits nötigenfalls um, bevor Sie sie eintragen. ausBits wächst in jedem Fall streng linear mit der Zahl der Bits, gleichgültig, was bei anteil steht. werbeeinnahmen wiederum wandert als fertiger Betrag in die Rechnung, weil sich diese Quelle nicht sinnvoll aus Zuschauerzahlen herleiten lässt: Sie hängt an Werbekunden, Jahreszeit und Themenumfeld und schwankt von Monat zu Monat stärker als alles andere.
Vor Steuern heißt: noch nicht Ihr Geld
gesamt ist eine Bruttogröße. Zwischen dieser Summe und dem Betrag auf dem Konto stehen zwei Dinge: die Kosten der Auszahlung und das Finanzamt. In Deutschland sind Einnahmen aus einem Kanal einkommensteuerpflichtig; überschreitet der Umsatz eine bestimmte Grenze, kommt die Umsatzsteuer hinzu. Wer regelmäßig auf diese Weise Geld verdient, zeigt das dem Finanzamt an; ob daneben ein Gewerbe anzumelden ist, hängt vom Einzelfall ab. Diese Seite nennt bewusst keine Sätze und gibt keine steuerliche Beratung — verbindlich sind das zuständige Finanzamt, die Veröffentlichungen des Bundesministeriums der Finanzen und die Auskunft einer Steuerberaterin oder eines Steuerberaters.
Dazu kommt der Faktor Zeit. Ausgezahlt wird erst ab einer Mindestsumme und mit Verzug — zu welchem Termin, steht in den Auszahlungsbedingungen Ihrer Plattform; bei Zahlungen aus dem Ausland kommen Umrechnung und Überweisungsgebühren obendrauf. Ein einzelner Monat taugt darum kaum als Grundlage für eine Planung. Wer mehrere Monate nebeneinanderlegt, sollte den besten davon nicht für den Normalfall halten: Bei schiefen Verteilungen beschreibt der Median die Mitte besser als der Durchschnitt — das NIST/SEMATECH e-Handbook of Statistical Methods führt das in der beschreibenden Statistik aus. Genau daran erinnert hinweis im Ergebnis.