Die Rechnung hinter diesem Rechner ist schlicht: Die fehlenden Erfahrungspunkte, geteilt durch die Punkte je Sitzung, ergeben die Zahl der Sitzungen, und über die Sitzungslänge wird daraus eine Stundenzahl. Schwierig ist nicht die Arithmetik, sondern die Eingabe. Wer einträgt, was an seinem besten Abend zusammenkam, bekommt eine Prognose, die Woche für Woche zu kurz ausfällt — und zwar nicht zufällig, sondern immer in dieselbe Richtung.
Deshalb ist der Rechner bewusst durchsichtig gehalten. Er nimmt vier Zahlen, die Sie selbst kennen, und rechnet nichts hinzu, was er nicht wissen kann: Er kennt weder Ihr Spiel noch dessen Levelkurve noch die Ereignisse dieses Wochenendes. Doppelte Punkte, ein Bonus für den ersten Sieg des Tages, Zuschläge durch Gegenstände — all das steckt in den Punkten je Sitzung, die Sie eintragen; die Levelkurve Ihres Spiels steckt in der Zielpunktzahl. Ändern Sie eine dieser Zahlen, ändert sich das Ergebnis; die Formel bleibt dieselbe.
Was herauskommt — und wie die Prozentzahl zu lesen ist
Vier Zahlen gehen hinein, fünf kommen heraus. Die noch fehlenden Punkte sind die Differenz zwischen Ziel und aktuellem Stand. Die Sitzungen bis zum Ziel sind diese Differenz, geteilt durch die Punkte je Sitzung. Die Stunden bis zum Ziel sind die Sitzungszahl mal der Sitzungslänge, von Minuten auf Stunden umgerechnet. Die Punkte je Stunde hängen allein an der Sitzung selbst: Punkte je Sitzung mal sechzig, geteilt durch die Minuten — wie weit Sie schon gekommen sind, spielt für diesen Wert keine Rolle, weshalb er sich auch dann nicht ändert, wenn Sie nur das Ziel höher setzen.
Der Prozentwert verdient einen eigenen Satz, weil er leicht falsch gelesen wird: Er ist der Anteil am Ziel, gemessen ab null, nicht der Anteil der noch offenen Strecke. Im voreingestellten Beispiel — 120 000 Punkte auf dem Konto, 200 000 als Ziel — stehen dort 60 Prozent, obwohl noch 80 000 Punkte fehlen. Bei 8 000 Punkten je Sitzung sind das genau zehn Sitzungen, bei 90 Minuten je Sitzung fünfzehn Stunden und rund 5 333 Punkte in der Stunde. Diese Werte sind ein Beispiel und keine Angabe über irgendein bestimmtes Spiel.
Den Durchschnitt eintragen, nicht den Rekord
Der empfindlichste Wert auf dieser Seite sind die Punkte je Sitzung. Die Erinnerung arbeitet dabei gegen die Prognose: Der Abend, an dem alles lief, bleibt haften, die drei mittelmäßigen davor verschwinden. Wer den Rekord einträgt, erhält eine Stundenzahl, die zu niedrig ist, und wundert sich anschließend, warum das Ziel nicht näher kommt. Tragen Sie deshalb den Durchschnitt mehrerer Sitzungen ein. Das NIST/SEMATECH e-Handbook of Statistical Methods beschreibt eine Messreihe stets über ihre Mitte und ihre Streuung — ein einzelner Spitzenwert ist keine Reihe.
Genauso wichtig ist, dass beide Zahlen auf dieselbe Weise gemessen werden. Zählen die Minuten je Sitzung nur die reine Spielzeit, stammen die eingetragenen Punkte aber aus einem Abend mit Lobby, Wartezeit und Pausen, dann fallen die Punkte je Stunde zu hoch und die Stundenzahl entsprechend zu klein aus. Belastbar ist ein Ergebnis nur so weit wie das Verfahren dahinter, und hier heißt das schlicht: Uhr beim ersten Klick starten, beim Aufhören stoppen — und das jedes Mal gleich.
Wo die lineare Rechnung endet: Kurven und Multiplikatoren
Der Rechner kennt keine Level, er rechnet mit Punkten. Steht Ihr Ziel als Gesamtpunktzahl im Spiel — so viele Punkte für Stufe 60 —, dann tragen Sie genau diese Zahl ein, und die offene Strecke stimmt auf den Punkt. Schief geht es beim Hochrechnen: Wer den Bedarf der aktuellen Stufe mit der Zahl der geplanten Stufen multipliziert, setzt das Ziel zu niedrig an, denn in vielen Spielen wächst der Bedarf je Stufe mit der Stufe. Über zwei, drei Stufen fällt das kaum ins Gewicht, über zwanzig summiert es sich — und immer in dieselbe Richtung: Die Prognose fällt zu optimistisch aus. Wer weit plant, rechnet deshalb abschnittsweise: erst bis zur nächsten Marke, dann mit dem dort gültigen Bedarf noch einmal, und die Stunden am Ende addieren.
Multiplikatoren greifen an der anderen Seite an, bei den Punkten je Sitzung. Ein Wochenende mit doppelten Punkten, ein Bonus für den ersten Sieg des Tages, ein Gegenstand mit Zuschlag — jeder davon verändert die Rate, keiner verändert die Formel. Entscheidend ist die Rate, die in dem Zeitraum gilt, den Sie planen, nicht die von gestern. Läuft nur ein Teil der Sitzungen mit Bonus, gehört ein gewichteter Mittelwert ins Feld und nicht der Bonuswert selbst; sauberer ist es, den Zeitraum in zwei Rechnungen zu trennen und die Stunden anschließend zusammenzuzählen.