Der Notendurchschnitt ist das arithmetische Mittel der Einzelnoten — solange alle gleich zählen. Sobald ein Fach mehr Stunden hat oder eine Klausur doppelt gewichtet wird, ändert sich die Rechnung: Jede Note geht mit ihrem Gewicht ein, und geteilt wird durch die Summe der Gewichte, nicht durch die Anzahl.
Deutsche Noten laufen von 1 bis 6, wobei die kleinere Zahl die bessere Leistung ist. Das ist beim Rechnen ohne Bedeutung, beim Lesen des Ergebnisses aber leicht zu vergessen: Ein Durchschnitt von 2,3 ist besser als einer von 2,7.
Tendenznoten und die Dezimalstellen
In der Oberstufe und an Hochschulen sind Zwischenwerte üblich: 1,3 und 1,7 stehen für die Tendenzen von 1 und 2. Die Werte 4,3 und 4,7 sind dagegen ausgeschlossen, weil 4,0 die letzte bestandene Note ist — darunter folgt direkt 5,0.
Beim Durchschnitt wird in der Regel auf eine Nachkommastelle gerundet, an manchen Hochschulen auf zwei und ohne Aufrundung. Der Rechner zeigt zwei Stellen, damit sichtbar bleibt, wie knapp eine Grenze verfehlt oder erreicht wird.
Warum die Abiturnote anders entsteht
Für das Abitur werden nicht Noten gemittelt, sondern Punkte addiert: 15 Punkte für eine 1+ bis 0 Punkte für eine 6. Aus der Gesamtpunktzahl beider Blöcke ergibt sich über eine feste Tabelle die Durchschnittsnote.
Ein einfacher Durchschnitt der Zeugnisnoten kommt dem Ergebnis nahe, trifft es aber nicht genau, weil die Blöcke unterschiedlich gewichtet sind und Leistungskurse doppelt zählen. Für eine Prognose reicht er, für die Bewerbung zählt der Bescheid.