Die Endnote ist der gewichtete Durchschnitt aus dem bisherigen Stand und der letzten Prüfung. Wenn die Vorleistungen sechzig Prozent zählen und die Klausur vierzig, dann gilt: Endnote gleich 0,6 mal bisher plus 0,4 mal Klausur.
Nach der Klausurnote aufgelöst ergibt sich, was tatsächlich nötig ist. Häufig ist das Ergebnis ernüchternd: Bei einem Stand von 2,7 und vierzig Prozent Gewicht braucht es für eine 2,3 eine 1,7 — der Sprung ist größer, als die Zielverbesserung vermuten lässt.
Warum die letzte Prüfung so wenig bewegt
Je kleiner ihr Gewicht, desto stärker muss die Note ausfallen, um den Schnitt zu verschieben. Bei zwanzig Prozent Gewicht verschiebt selbst eine 1,0 den Schnitt von 2,7 nur auf 2,36 — die gewünschte 2,3 ist dann rechnerisch unerreichbar.
Der Rechner nennt deshalb neben der nötigen Note auch die beste erreichbare Endnote. Steht die Zielnote darüber, ist das keine Motivationsfrage, sondern Arithmetik.
Rundung entscheidet mehr, als man denkt
Viele Prüfungsordnungen runden die Endnote auf eine Nachkommastelle, andere schneiden nur ab. Der Unterschied zwischen 2,44 und 2,45 kann so über die Note 2,4 oder 2,5 entscheiden — und bei Notenstufen über eine ganze Stufe.
Deshalb lohnt ein Blick in die Ordnung, bevor man den Aufwand plant. Wo abgeschnitten wird, ist ein knapp verpasster Wert endgültig; wo kaufmännisch gerundet wird, reichen manchmal wenige Punkte.