Bitterballen

Frittierte Kugeln aus steifem Fleischragout in Bröselkruste, innen flüssig und sehr heiß, mit Senf serviert.

60 Min Vorbereitung · 40 Min Garzeit · 8 Portionen

Bitterballen
Foto: Globered13 · Public domain

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Portionen
8
Einheiten

Zutaten

  • Rindfleischzum Schmoren500 g
  • Butter100 g
  • Mehl120 g
  • Rinderbrühe600 ml
  • Zwiebel1
  • Petersilie30 g
  • Muskatnuss½ TL
  • Eier3
  • Semmelbrösel250 g
  • Senfzum Servieren100 g
  • Öl zum Frittieren1.5 l
  • Salz und Pfeffernach Geschmack

Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.

Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.

Nährwerte pro Portion

Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.

Kalorien
520 kcal
Eiweiß
24 g
Fett
30 g
Kohlenhydrate
38 g

Die Basis ist eine sehr steife Béchamel mit geschmortem Fleisch, die im Kühlschrank zu festem Gelee wird. Solange sie sich nicht mit dem Messer schneiden lässt, braucht man mit dem Formen gar nicht anzufangen.

Paniert wird zweimal, mit Kühlpause zwischen den Durchgängen. Eine einfache Hülle platzt im heißen Fett auf, und die Füllung läuft in der ersten Sekunde aus.

Innen soll ein Bitterbal flüssig und sehr heiß sein. In den Niederlanden gehören sie zum Bier wie anderswo die Erdnüsse — und der verbrannte Gaumen beim ersten Biss ist Teil des Rituals.

Zubereitung

  1. 1

    Das Rindfleisch in der Brühe anderthalb Stunden weich schmoren und in feine Fasern zupfen.

  2. 2

    Die Zwiebel in Butter glasig dünsten, das Mehl einrühren und drei Minuten anschwitzen, ohne dass es Farbe nimmt.

  3. 3

    Die heiße Brühe in dünnem Strahl angießen und die Masse etwa zehn Minuten zu einer sehr dicken Paste einkochen.

  4. 4

    Fleisch, Petersilie, Muskat, Salz und Pfeffer unterrühren, in einer flachen Form glatt streichen und vier Stunden kalt stellen.

  5. 5

    Aus der festen Masse mit feuchten Händen Kugeln von Walnussgröße rollen.

  6. 6

    In Mehl, Ei und Bröseln wenden, zwanzig Minuten kühlen und dann Ei und Brösel wiederholen.

  7. 7

    Bei 180 Grad drei Minuten tiefgoldbraun frittieren und mit Senf servieren.

Was das Ergebnis entscheidet

  • Die Masse muss eiskalt sein. Warm lässt sie sich nicht rollen, sondern klebt an den Händen, so nass man sie auch macht.
  • Immer nur fünf, sechs Stück auf einmal frittieren. Ein überfüllter Topf fällt in der Temperatur, und die Panade saugt sich mit Fett voll, bevor sie fest wird.
  • Panierte Bitterballen lassen sich hervorragend einfrieren. Man frittiert sie direkt aus dem Gefrierfach, eine Minute länger.

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