Der häufigste Fehler beim Borschtsch ist, die Rote Bete einfach mitzukochen. Ihr Farbstoff zerfällt beim langen Kochen, und die Suppe wird orange statt tiefrot. Deshalb schmort die Bete separat, mit einem Löffel Essig — die Säure stabilisiert die Farbe.
Die Brühe verlangt Geduld, nicht Arbeit: anderthalb Stunden bei kaum sichtbarer Bewegung. Sobald sie sprudelt, wird sie trüb, und das lässt sich nicht mehr reparieren.
Die Reihenfolge der Einlagen ist keine Pedanterie. Kartoffeln garen in saurer Umgebung nicht weich — deshalb kommen sie in den Topf, bevor die geschmorte Bete ihre Säure mitbringt.
