Rindfleisch, in dunklem Bier geschmort, mit Zwiebeln und einer Scheibe Senfbrot, die die Sauce bindet.
25 Min Vorbereitung · 180 Min Garzeit · 6 Portionen
Foto: Jiel Beaumadier · CC BY-SA 4.0
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Portionen
Einheiten
Zutaten
Rinderschulter — in großen Stücken1.2 kg
Zwiebeln — in Halbringen800 g
Dunkles belgisches Bier500 ml
Brotscheiben2 Scheibe
Senf2 EL
Apfel- oder dunkler Sirup1 EL
Weinessig1 EL
Thymian und Lorbeer4 Zweig
Butter60 g
Salz und Pfeffernach Geschmack
Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.
Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.
Nährwerte pro Portion
Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.
Kalorien
640 kcal
Eiweiß
48 g
Fett
30 g
Kohlenhydrate
32 g
Das Senfbrot liegt obenauf und wird nicht eingerührt. Über drei Stunden löst es sich vollständig auf, bindet die Sauce und gibt ihr die Senfsäure — es ersetzt Mehl und Essig zugleich.
Das Bier ist ein dunkles Abteibier oder ein Dubbel, kein Stout: Stout bringt eine Bitterkeit, die sich über drei Stunden nur verstärkt.
Zucker oder Sirup ist Pflicht — ein Löffel dunkler oder Apfelsirup. Er gleicht die Bitterkeit des Biers aus, und ohne ihn gerät die Karbonade harsch.
Zubereitung
1
Das Fleisch trocken tupfen und in Butter portionsweise dunkel anbraten. Beiseitestellen.
2
Im selben Fett die Zwiebeln zwanzig Minuten weich und golden dünsten — sie geben der Sauce Süße und Körper.
3
Das Fleisch zurücklegen, das Bier angießen, Sirup, Essig, Thymian und Lorbeer zugeben. Die Flüssigkeit soll das Fleisch fast bedecken.
4
Das Brot mit Senf bestreichen und mit der Senfseite nach unten aufs Fleisch legen. Nicht einrühren.
5
Zudecken und drei Stunden auf kleinster Flamme oder bei 150 Grad im Ofen schmoren. Das Brot löst sich von selbst auf.
6
Die Sauce durchrühren, die Balance von süß und sauer prüfen und mit Pommes frites servieren.
Was das Ergebnis entscheidet
Zwiebeln nach Gewicht fast so viel wie Fleisch. Sie lösen sich auf und werden die Substanz der Sauce, keine Beigabe.
Das Bier vor dem Kochen probieren. Was im Glas bitter ist, wird im Topf bitterer — ein anderes nehmen.
Karbonade ist am zweiten Tag deutlich besser. Man kocht sie absichtlich am Vorabend.