Ceviche

Roher Fisch in Limettensaft mit Zwiebel und Ají. Er zieht Minuten, nicht Stunden — länger, und er ist durchgegart.

20 Min Vorbereitung · 0 Min Garzeit · 4 Portionen

Ceviche
Foto: Picanteria karol · CC BY-SA 4.0
Portionen
4
Einheiten

Zutaten

  • Weißer Fisch in Sashimi-Qualitätin 2-cm-Würfeln600 g
  • Limettenausgepresst10
  • Rote Zwiebelhauchdünn geschnitten1
  • Ají limo oder Rocoto1
  • Koriander4 Zweig
  • Süßkartoffelgekocht1
  • Choclo-Maisgekocht150 g
  • Salznach Geschmack

Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.

Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.

Nährwerte pro Portion

Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.

Kalorien
290 kcal
Eiweiß
34 g
Fett
3 g
Kohlenhydrate
30 g

Ceviche ist Perus Nationalgericht und ein Gericht der Uhr: Die Säure der Limette denaturiert das Eiweiß wie Hitze, nur langsamer. Drei bis fünf Minuten ergeben glasige Mitte und feste Ränder — nach einer halben Stunde ist der Fisch „durch“ und trocken.

Alles hängt an der Frische: Der Fisch muss Sashimi-Qualität haben, denn die Limette würzt ihn, sie macht ihn nicht sicherer. Was man nicht roh essen würde, gehört auch nicht ins Ceviche.

Die Limetten werden von Hand gepresst, nicht mit der Presse: Druck auf die Schale löst Bitteröle. Und der Saft aus der Schüssel — die leche de tigre — wird am Ende in Gläschen gereicht, nicht weggegossen.

Zubereitung

  1. 1

    Die Zwiebelscheiben zehn Minuten in Eiswasser legen und trocken tupfen: Die Schärfe geht, der Geschmack bleibt.

  2. 2

    Die Limetten von Hand auspressen statt mit der Presse: Druck auf die Schale löst Bitteröle.

  3. 3

    Den Fisch salzen, mit gehacktem Ají und Koriander mischen, mit dem Limettensaft übergießen und exakt drei bis fünf Minuten ziehen lassen. Die Ränder werden opak, die Mitte bleibt glasig.

  4. 4

    Die Zwiebel zugeben, einmal wenden und sofort mit Süßkartoffel und Mais servieren. Den Saft aus der Schüssel in Gläschen füllen.

Was das Ergebnis entscheidet

  • Weißer, fester Fisch ist die Wahl: Wolfsbarsch, Dorade, Steinbutt. Fetter Lachs verschwimmt in der Säure.
  • Ají limo ist fruchtig-scharf; als Ersatz eine halbe Habanero oder eine milde rote Chili mit einem Hauch Habanero.
  • Süßkartoffel und Mais sind keine Beilagen-Folklore: Ihre Süße gegen die Säure des Safts ist das Gleichgewicht des Tellers.

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