Shoyu-Ramen

Brühe, Tare und Öl — drei getrennte Dinge, die erst in der Schüssel zusammenfinden statt im Topf.

30 Min Vorbereitung · 180 Min Garzeit · 4 Portionen

Shoyu-Ramen
Foto: Miscellaneous contributor · CC0
Portionen
4
Einheiten

Zutaten

  • Hühnerkarkassen1.5 kg
  • Schweinebauch500 g
  • Kombu10 g
  • Getrocknete Shiitake20 g
  • Sojasauce200 ml
  • Mirin60 ml
  • Sake60 ml
  • Ingwer30 g
  • Knoblauch4 Zehe
  • Ramen-Nudeln500 g
  • Eier4
  • Frühlingszwiebel4
  • Sesamöl2 EL

Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.

Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.

Nährwerte pro Portion

Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.

Kalorien
780 kcal
Eiweiß
44 g
Fett
30 g
Kohlenhydrate
82 g

Ramen ist keine Suppe, die man kocht, sondern eine, die man zusammensetzt: Die Brühe bringt den Körper, die Tare — die reduzierte Würzflüssigkeit am Schüsselboden — bringt Salz und Tiefe, das Öl bringt Duft. Getrennt gehalten, erst im Teller vereint.

Die Klarheit der Brühe wird im ersten Schritt entschieden: Karkassen abkochen, Wasser wegschütten, Topf spülen. Danach drei Stunden kaum merkliches Sieden — sprudeln darf es nie.

Die Eier sind eine eigene kleine Wissenschaft: sechseinhalb Minuten, Eiswasser, dann zwei Stunden in der übrigen Tare. Der Dotter bleibt cremig, die Oberfläche wird braun und würzig.

Zubereitung

  1. 1

    Die Karkassen mit kaltem Wasser bedecken, zehn Minuten kochen und das Wasser wegschütten. Knochen und Topf abspülen: Daran hängt die Klarheit der Brühe.

  2. 2

    Erneut mit frischem Wasser bedecken, Ingwer und Knoblauch zugeben und drei Stunden leise ziehen lassen. Den Kombu zwanzig Minuten vor Schluss hineingeben und herausnehmen, bevor es kocht — gekochter Kombu wird bitter.

  3. 3

    Für die Tare Sojasauce, Mirin, Sake und Shiitake auf ein Drittel einkochen. Übrig bleibt eine dicke dunkle Flüssigkeit — zwei Löffel je Schüssel.

  4. 4

    Die Eier sechseinhalb Minuten kochen, in Eiswasser abschrecken, schälen und zwei Stunden in der restlichen Tare ziehen lassen.

  5. 5

    Die Nudeln separat kochen, streng nach Packungszeit, abgießen und direkt in die Schüsseln mit der Tare am Boden geben.

  6. 6

    Die heiße Brühe angießen, einmal umrühren, damit sich die Tare verteilt, und Schweinebauch, Ei und Frühlingszwiebel auflegen. Mit dem Sesamöl vollenden.

Was das Ergebnis entscheidet

  • Die Tare ist die Stellschraube der Schüssel: Zu fad — ein Löffel mehr, zu salzig — mehr Brühe. Gewürzt wird nie im Topf.
  • Frische Ramen-Nudeln schlagen Instant um Längen; zur Not sind die Nudelblöcke ohne Gewürzbeutel der gangbare Weg.
  • Brühe und Tare halten sich getrennt tagelang im Kühlschrank — Ramen ist ein Wochenendprojekt mit Wochentagsrendite.

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