Crème brûlée ist ein Spiel aus zwei Temperaturen: eiskalte Creme unter einer Zuckerkruste, die Sekunden zuvor noch brannte. Deshalb wird der Zucker erst unmittelbar vor dem Servieren karamellisiert — auf gekühlter Creme, damit sie unter der Flamme kalt bleibt.
Die Creme wird gerührt, nie geschlagen: Schaum ist hier unerwünscht, er bäckt zu Blasen und stört den Spiegel. Auch deshalb wird sie vor dem Backen durchgesiebt und abgeschöpft.
Das Wasserbad ist keine Vorsicht, sondern Physik: Es hält die Form unter 100 °C, und nur so stockt die Creme, statt zu gerinnen. Fertig ist sie, wenn die Mitte noch zittert.
