Kamerunischer Eintopf aus fein geschnittenem Eru-Blatt mit Waterleaf und Palmöl.
50 Min Vorbereitung · 70 Min Garzeit · 6 Portionen
Foto: Minette Lontsie · CC BY-SA 4.0
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Portionen
Einheiten
Zutaten
Eru-Blatt — oder Spinat400 g
Waterleaf — oder Mangold800 g
Rotes Palmöl150 ml
Rindfleisch500 g
Kutteln300 g
Trockenfisch150 g
Gemahlene Trockengarnelen50 g
Zwiebel1
Scharfe Chilis2
Brühwürfel2
Salznach Geschmack
Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.
Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.
Nährwerte pro Portion
Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.
Kalorien
620 kcal
Eiweiß
42 g
Fett
42 g
Kohlenhydrate
14 g
Eru wird fadenfein geschnitten, fast zu Staub. Grob geschnittenes Blatt bleibt zäh, egal wie lange es schmort — alles hängt am Schnitt.
Das Waterleaf liefert die Feuchtigkeit, und Wasser kommt fast keines in den Topf. Es fällt zusammen, gibt seinen Saft ab, und darin wird das Eru weich.
Rotes Palmöl ist hier unersetzlich. Gewöhnliches Pflanzenöl gibt Fett ohne Farbe und Geschmack, und das Gericht hört auf, Eru zu sein.
Zubereitung
1
Rindfleisch und Kutteln mit der Zwiebel und einem Brühwürfel eine Stunde weich kochen.
2
Den Trockenfisch zwanzig Minuten in heißem Wasser einweichen und zerpflücken, die Gräten entfernend.
3
Das Eru-Blatt so fein wie möglich schneiden, es vor dem Schnitt eng aufrollend.
4
Das Waterleaf waschen und grob schneiden — es fällt beim Kochen ohnehin stark zusammen.
5
Das Waterleaf in den Topf zum Fleisch geben und zusammenfallen lassen, damit es seinen Saft abgibt.
6
Eru, Fisch, Krebsfleisch und Chili zugeben und zwanzig Minuten zugedeckt schmoren.
7
Das Palmöl angießen, unterrühren und zehn Minuten offen weiterziehen lassen.
Was das Ergebnis entscheidet
Außerhalb Westafrikas ersetzt man Eru durch Spinat oder jungen Grünkohl, aber die Textur wird weicher. Das ist Ersatz, kein Äquivalent.
Das Palmöl kommt am Ende hinein. Überhitzt verliert es die Farbe und nimmt eine Brandnote an.
Wasser kommt überhaupt keines dazu. Ist der Eintopf zu trocken, Fleischbrühe zugeben statt Wasser — das verdünnt den Geschmack.