Gazpacho

Kalte Tomatensuppe, mit Brot und Öl zur Emulsion gemixt — genau das macht sie sämig statt wässrig.

20 Min Vorbereitung · 0 Min Garzeit · 4 Portionen

Gazpacho
Foto: Haydn Blackey · CC BY-SA 2.0
Portionen
4
Einheiten

Zutaten

  • Reife Tomaten1 kg
  • Gurkegeschält1
  • Grüne Paprika½
  • Knoblauch1 Zehe
  • Altbackenes Weißbrotnur die Krume, eingeweicht80 g
  • Natives Olivenöl extra80 ml
  • Sherryessig2 EL
  • Salznach Geschmack

Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.

Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.

Nährwerte pro Portion

Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.

Kalorien
220 kcal
Eiweiß
4 g
Fett
16 g
Kohlenhydrate
17 g

Gazpacho ist keine pürierte Tomate, sondern eine Emulsion: Brotkrume und Olivenöl binden den Gemüsesaft zu etwas Sämigem. Ohne Brot bleibt es Saft, und ohne den dünnen Ölstrahl bei laufendem Mixer bleibt es dünn.

Die Tomaten entscheiden alles. Aus blassen Supermarkt-Tomaten wird blasser Gazpacho — im Sommer, wenn Tomaten nach Tomaten schmecken, braucht das Rezept keinerlei Hilfe.

Kalt heißt kalt: mindestens zwei Stunden Kühlschrank. Lauwarmer Gazpacho schmeckt wie Salatreste, derselbe eiskalt wie ein anderes Gericht.

Zubereitung

  1. 1

    Die Brotkrume zehn Minuten in kaltem Wasser einweichen und ausdrücken.

  2. 2

    Tomaten, Gurke, Paprika, Knoblauch und Brot vollkommen glatt mixen. Das dauert länger als gedacht — gute zwei Minuten auf höchster Stufe.

  3. 3

    Bei laufendem Mixer das Öl in dünnem Strahl eingießen. Die Suppe wird heller und dicker: Das ist die Emulsion.

  4. 4

    Essig und Salz zugeben, abschmecken, nachwürzen. Für mehr Seidigkeit durch ein Sieb streichen und mindestens zwei Stunden kalt stellen.

Was das Ergebnis entscheidet

  • Sherryessig ist der klassische Ton; Rotweinessig geht zur Not, weißer Balsamico wird zu süß.
  • Nach dem Kühlen noch einmal abschmecken: Kälte schluckt Salz und Säure, und was warm stimmte, wirkt kalt fade.
  • Zum Servieren gehören Schälchen mit gewürfeltem Gemüse und Croûtons auf den Tisch — jeder streut selbst.

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