Injera

Ein saures, poriges Fladenbrot aus Teff auf dreitägiger Fermentation — Brot und Teller zugleich.

30 Min Vorbereitung · 40 Min Garzeit · 8 Portionen

Injera
Foto: Artem.G · CC BY-SA 4.0

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Portionen
8
Einheiten

Zutaten

  • Teffmehl500 g
  • Wasser1.2 l
  • Ersho-Startervon der letzten Charge100 ml
  • Salz1 TL
  • Pflanzenöl20 ml

Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.

Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.

Nährwerte pro Portion

Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.

Kalorien
280 kcal
Eiweiß
9 g
Fett
3 g
Kohlenhydrate
56 g

Der Teig fermentiert drei Tage bei Zimmertemperatur. Die Säure ist kein Nebeneffekt, sondern der Geschmack der Injera selbst; auf eintägiger Gärung entsteht ein fader Pfannkuchen.

Die Löcher auf der Oberfläche — die „Augen“ — sind das Zeichen richtiger Gärung. Sie kommen von Kohlensäureblasen, und ein Fladen ohne Augen gilt als misslungen.

Gebacken wird nur von einer Seite, gewendet nie. Die Oberseite gart im Dampf unter dem Deckel — genau deshalb bleibt sie porig und weich.

Zubereitung

  1. 1

    Das Teffmehl mit Wasser zur Konsistenz flüssiger Sahne verrühren, ohne Klumpen.

  2. 2

    Mit einem Tuch abdecken und drei Tage bei Zimmertemperatur stehen lassen, ohne umzurühren.

  3. 3

    Die oben abgesetzte Flüssigkeit abgießen — sie ist bitter und darf nicht bleiben.

  4. 4

    Eine Tasse Teig abnehmen, in kochendem Wasser zur dicken Paste kochen und wieder einrühren.

  5. 5

    Den Teig weitere zwei Stunden stehen lassen und mit Wasser zu sehr dünner Sahne verdünnen.

  6. 6

    Eine weite Pfanne erhitzen, leicht ölen und den Teig spiralförmig vom Rand zur Mitte eingießen.

  7. 7

    Zwei Minuten zudecken, bis überall Augen erscheinen, und ohne Wenden abheben.

Was das Ergebnis entscheidet

  • Die erste Charge entsteht ohne Starter — die Gärung beginnt von selbst auf wilden Hefen, dauert aber länger und ist weniger vorhersehbar.
  • Die fertigen Fladen stapeln und mit einem Tuch abdecken. An der Luft trocknen sie aus und werden in einer halben Stunde brüchig.
  • Teff mit Weizen- oder Gerstenmehl zu mischen ist in Äthiopien üblich und gilt nicht als Abkürzung. Reiner Teff ist teurer und dunkler.

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