Handgezogene Nudeln mit Wadscha, einer Fleisch-Gemüse-Sauce. Ein dunganisches Gericht, das ganz Zentralasien gehört.
90 Min Vorbereitung · 40 Min Garzeit · 4 Portionen
Foto: Svetlov Artem · CC BY 4.0
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Portionen
Einheiten
Zutaten
Mehl500 g
Wasser230 ml
Rindfleisch — in Streifen500 g
Paprika2
Grüne Bohnen200 g
Grüner Rettich200 g
Tomaten3
Zwiebeln2
Knoblauch6 Zehe
Tomatenmark2 EL
Kreuzkümmelsamen1 TL
Koriander, gemahlen1 TL
Pflanzenöl120 ml
Koriandergrün30 g
Salz und Pfeffernach Geschmack
Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.
Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.
Nährwerte pro Portion
Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.
Kalorien
720 kcal
Eiweiß
34 g
Fett
32 g
Kohlenhydrate
78 g
Die Nudeln werden gezogen, nicht geschnitten. Der Teig ruht in Öl, wird zu einem Strang gerollt und dann gedehnt, immer wieder doppelt gelegt, bis der Faden die richtige Dicke hat.
Die Wadscha — die Sauce — entsteht separat und schnell, auf großer Flamme: Das Gemüse muss Biss behalten. Es kommt nach Garzeit hinein, das Festeste zuerst.
Nudeln und Sauce werden getrennt serviert und erst in der Schüssel vereint. Vorab gemischt, werden sie in zehn Minuten zu Brei.
Zubereitung
1
Aus Mehl und warmem Salzwasser einen Teig kneten und fünfzehn Minuten glatt arbeiten.
2
In Stränge teilen, großzügig einölen, in eine Schüssel legen und eine Stunde unter Folie ruhen lassen.
3
Einen Strang dehnen, doppelt legen und schwingen, bis die Fäden streichholzdünn sind.
4
Das Fleisch in sehr heißem Öl anbraten, dann Zwiebeln, Kreuzkümmel und Koriander zugeben.
5
Das Gemüse der Reihe nach zugeben: Rettich, Bohnen, Paprika, zuletzt Tomaten und Tomatenmark.
6
Eine Tasse kochendes Wasser angießen, salzen und zehn Minuten schmoren — das Gemüse soll Biss behalten.
7
Die Nudeln in reichlich Wasser drei Minuten kochen, abgießen und auf Schüsseln verteilen. Wadscha und Koriander obenauf.
Was das Ergebnis entscheidet
Der Teig muss mindestens eine Stunde ruhen. Zu kurz gerastet, reißt er beim Ziehen, und das lässt sich nicht reparieren.
Beim Öl für die Stränge nicht sparen: Es hält den Teig feucht und macht ihn geschmeidig.
Wenn das Ziehen nicht klappt, den Teig ausrollen und mit dem Messer schneiden. Es ist dann nicht ganz Lagman, aber die Sauce zählt mehr.