Nihari

Rinderhesse, über Nacht geschmort, in dicker Gewürzsauce mit Knochenmark, gebunden mit Weizenmehl.

30 Min Vorbereitung · 300 Min Garzeit · 6 Portionen

Nihari
Foto: Sm faysal · CC BY-SA 4.0

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Portionen
6
Einheiten

Zutaten

  • Rinderhesse1.2 kg
  • Markknochen500 g
  • Zwiebelnin dünnen Ringen3
  • Ingwer40 g
  • Knoblauch8 Zehe
  • Fenchelsamen1 EL
  • Kashmiri-Chilipulver2 TL
  • Zimt, Kardamom, Nelken, Sternanis1 EL
  • Weizenmehl4 EL
  • Ghee120 g
  • Zitrone, Ingwer, Koriander, Chilinach Geschmack
  • Salznach Geschmack

Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.

Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.

Nährwerte pro Portion

Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.

Kalorien
720 kcal
Eiweiß
52 g
Fett
46 g
Kohlenhydrate
20 g

Nihari wurde über Nacht gekocht und im Morgengrauen gegessen — vom arabischen Nahar, Morgen. Der Sinn ist das sehr lange Schmoren: Das Kollagen der Hesse wird zu Gelatine, und die Sauce dickt von selbst an, ohne Mehl.

Mehl braucht es trotzdem, aber wenig und ganz am Ende: Die Schwitze kommt in dünnem Strahl hinein und muss durchkochen, sonst bleibt ein roher Beigeschmack.

Das Knochenmark ist Teil des Gerichts, keine Zugabe. Die Knochen kommen im Ganzen in den Topf, und am Teller wird das Mark separat herausgehoben und aufs Fladenbrot gestrichen.

Zubereitung

  1. 1

    Die Zwiebeln in Ghee tiefgolden braten, etwa zwanzig Minuten. Die Hälfte fürs Servieren beiseitelegen.

  2. 2

    Ingwer und Knoblauch, Gewürze und Chili zugeben, eine Minute erwärmen, dann Fleisch und Knochen einlegen und anbraten, bis die rohe Farbe verschwindet.

  3. 3

    Drei Finger hoch mit Wasser bedecken, aufkochen, abschäumen und auf kleinster Hitze vier bis fünf Stunden schmoren. Das Fleisch soll bei Berührung zerfallen.

  4. 4

    Das Mehl in einer Tasse kaltem Wasser glatt rühren und in dünnem Strahl unter ständigem Rühren eingießen. Zehn Minuten kochen: Die Sauce dickt an und wird glänzend.

  5. 5

    Die Knochen herausnehmen, das Mark separat anrichten. Mit Röstzwiebeln, Ingwerstiften, Koriander, grüner Chili und Zitrone servieren — jeder gibt sein eigenes dazu.

Was das Ergebnis entscheidet

  • Die Hesse ist Pflicht: Im Filet steckt kein Kollagen, und die Sauce bleibt wässrig, so lange man auch kocht.
  • Die Mehlschwitze nur in kochende Sauce und nur unter Rühren. Sonst zieht das Mehl Klumpen, die sich nie mehr auflösen.
  • Nihari ist am zweiten Tag besser, und das ist keine Redensart: Über Nacht setzt die Gelatine an, und die Sauce wird dichter.

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