Die Klarheit der Brühe entsteht nicht durch Filtern, sondern durch den ersten Schritt: Die Knochen werden zehn Minuten abgekocht, dieses Wasser wird weggeschüttet und der Topf ausgewaschen. Wer das überspringt, bekommt eine trübe Brühe, die sich nicht mehr retten lässt.
Zwiebel und Ingwer werden über offener Flamme angekohlt. Die schwarzen Stellen sind kein Missgeschick, sondern der Grund, warum Phở nach Phở schmeckt und nicht nach Rindsuppe.
Die Brühe darf nie sprudeln. Drei Stunden bei kaum sichtbarer Bewegung — sobald sie kocht, emulgiert das Fett und die Klarheit ist dahin.
