Hauchdünn gehobeltes Rentier, in Butter gebraten und in Bier geschmort, mit Püree und Preiselbeeren.
20 Min Vorbereitung · 45 Min Garzeit · 4 Portionen
Foto: Htm · Public domain
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Portionen
Einheiten
Zutaten
Rentierfleisch — gefroren, gehobelt700 g
Butter80 g
Dunkles Bier250 ml
Wasser200 ml
Zwiebel1
Kartoffeln1 kg
Milch200 ml
Preiselbeeren — mit Zucker zerdrückt200 g
Salzgurken — zum Servieren150 g
Salz und Pfeffernach Geschmack
Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.
Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.
Nährwerte pro Portion
Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.
Kalorien
620 kcal
Eiweiß
46 g
Fett
28 g
Kohlenhydrate
42 g
Das Rentier wird gefroren gehobelt, in dünne Späne. Aufgetautes Fleisch lässt sich nicht hobeln, und gewürfeltes gibt eine ganz andere Textur — Schmorfleisch statt Käristys.
Die Späne kommen direkt aus dem Gefrierfach in die glühende Butter. Sie tauen und beginnen sofort zu braten — der ganze Sinn liegt in diesem Übergang.
Die Preiselbeere ist Würze, keine Beilage. Ihre Säure wird gegen das fette Fleisch gebraucht, und in Lappland serviert man Käristys nie ohne sie.
Zubereitung
1
Das Rentier aus dem Gefrierfach nehmen und mit dem scharfen Messer in dünne Späne hobeln.
2
Die Butter in der Gusseisenpfanne schmelzen und erhitzen, bis sie eben raucht.
3
Die gefrorenen Späne einschütten und scharf braten, bis alles Wasser verdampft ist.
4
Die gehackte Zwiebel zugeben und weitere fünf Minuten kräftig anbraten.
5
Bier und Wasser angießen, salzen, pfeffern und zugedeckt eine halbe Stunde schmoren.
6
Die Kartoffeln kochen und mit heißer Milch zum glatten Püree stampfen.
7
Das Fleisch auf dem Püree mit einem Löffel Preiselbeeren und Salzgurken servieren.
Was das Ergebnis entscheidet
Rentier wird fertig gehobelt und gefroren in Blöcken verkauft. In Finnland kauft man es genau so, und selbst hobeln muss man selten.
Das Wasser muss verdampft sein, bevor das Fleisch zu schmoren beginnt. Sonst kocht es und wird grau und zäh.
Rind oder Elch funktionieren nach demselben Prinzip, aber ihr Fettgehalt ist anders, und Butter braucht es mehr.