Sazivi

Pute oder Hühnchen in kalter Walnusssauce mit Knoblauch und Gewürzen. Der georgische Neujahrstisch.

45 Min Vorbereitung · 90 Min Garzeit · 8 Portionen

Sazivi
Foto: Lesya Dolyk · CC BY-SA 2.0

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Portionen
8
Einheiten

Zutaten

  • Pute oder Hühnchen2 kg
  • Walnüsse700 g
  • Zwiebeln3
  • Knoblauch10 Zehe
  • Chmeli Suneli2 EL
  • Imeretischer Safran1 EL
  • Koriander, gemahlen1 EL
  • Zimt½ TL
  • Nelken, gemahlen½ TL
  • Weinessig3 EL
  • Butter60 g
  • Salznach Geschmack

Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.

Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.

Nährwerte pro Portion

Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.

Kalorien
780 kcal
Eiweiß
46 g
Fett
58 g
Kohlenhydrate
16 g

Der Name heißt „kalt“: Sazivi wird ausschließlich gekühlt serviert, und darin liegt sein Wesen. Warm ist es ein anderes Gericht, und Georgier essen es so nicht.

Die Walnüsse werden zweimal gemahlen, und ihr Öl wird herausgepresst, um später auf der Saucenoberfläche zu stehen. Ohne dieses Öl sieht Sazivi blass aus, und der Geschmack bleibt flach.

Die Sauce entsteht auf der Geflügelbrühe und kocht nach den Nüssen nie mehr. Kochen trennt die Walnussemulsion, und sie findet nicht mehr zusammen.

Zubereitung

  1. 1

    Den Vogel eine Stunde in Salzwasser sieden, herausnehmen und bei 200 Grad zwanzig Minuten zum Bräunen backen.

  2. 2

    Die Brühe abseihen, das Fett abschöpfen und darin die fein gehackten Zwiebeln ganz weich dünsten.

  3. 3

    Die Walnüsse zweimal mahlen und das ausgetretene Öl von Hand in eine separate Tasse pressen.

  4. 4

    Den Knoblauch mit Salz und den Gewürzen zerreiben und in die Nussmasse arbeiten.

  5. 5

    Die Nussmasse mit warmer Brühe auf die Dicke flüssiger Sahne bringen und in die Zwiebeln rühren.

  6. 6

    Die Sauce zwanzig Minuten auf kleinster Hitze erwärmen, ohne sie kochen zu lassen, und den Essig einrühren.

  7. 7

    Den Vogel zerlegen, mit der Sauce bedecken und mindestens sechs Stunden kühlen. Vor dem Servieren mit dem Walnussöl beträufeln.

Was das Ergebnis entscheidet

  • Die Walnüsse müssen frisch sein. Ranzige geben kein Öl ab, und die ganze Technik verliert ihren Sinn.
  • Die Sauce dickt beim Kühlen stark nach. Heiß soll sie etwas dünn wirken — über Nacht erreicht sie den richtigen Körper.
  • Imeretischer Safran ist getrocknete Studentenblume, kein echter Safran. Nicht durch Safran ersetzen: Geschmack und Preis sind völlig verschieden.

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