Blutwurst mit Graupen und Majoran, gebacken und mit Preiselbeerkonfitüre serviert.
60 Min Vorbereitung · 60 Min Garzeit · 8 Portionen
Foto: Pikk de Päkk · CC BY-SA 3.0
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Portionen
Einheiten
Zutaten
Schweineblut700 ml
Graupen400 g
Schweinespeck — gewürfelt250 g
Zwiebeln3
Majoran2 EL
Piment, gemahlen1 TL
Schweinedärme — etwa 3 Meter300 g
Preiselbeerkonfitüre — zum Servieren300 g
Butter60 g
Salz und Pfeffernach Geschmack
Salz und Gewürze wachsen langsamer mit als der Rest: die doppelte Menge braucht nicht den doppelten Pfeffer.
Gewicht wird in Unzen umgerechnet, Volumen in Tassen. Gramm Mehl werden nicht in Tassen umgerechnet, weil das davon abhängt, wie fest es sitzt.
Nährwerte pro Portion
Beim Grundrezept, aus den Zutaten berechnet — kein Labormesswert.
Kalorien
620 kcal
Eiweiß
26 g
Fett
38 g
Kohlenhydrate
42 g
Die Graupen werden halb gar gekocht und vor dem Kontakt mit dem Blut abgekühlt. Heißes Korn lässt das Blut stocken, und die Füllung wird klumpig.
Der Darm wird nicht prall gefüllt. Graupen quellen beim Backen, und eine straff gefüllte Wurst platzt in den ersten zehn Minuten auf ganzer Länge.
Verivorst ist Weihnachtsessen, und in Estland isst man sie fast nur im Dezember. Preiselbeerkonfitüre dazu ist Pflicht — ohne sie gilt die Anrichtung als unvollständig.
Zubereitung
1
Die Graupen in Salzwasser vierzig Minuten halb gar kochen und abgießen.
2
Den Speck zu Grieben auslassen, die Zwiebeln zugeben und goldgelb braten.
3
Graupen und Fett mit Zwiebeln vollständig abkühlen, sonst stockt das Blut beim Mischen.
4
Das Blut durchs Sieb streichen und mit Graupen, Fett, Majoran, Piment und Salz mischen.
5
Die Därme spülen und zu zwei Dritteln füllen, dem Korn Platz zum Quellen lassend.
6
Die Würste alle zwanzig Zentimeter abbinden und an mehreren Stellen mit der Nadel einstechen.
7
Bei 180 Grad fünfundvierzig Minuten mit Butterflöckchen backen und mit Preiselbeerkonfitüre servieren.
Was das Ergebnis entscheidet
Der Darm muss eingestochen werden. Der Dampf von innen sprengt ihn, und die ganze Füllung landet auf dem Blech.
Das Blut zweimal durchseihen. Es enthält Gerinnsel, die in der fertigen Wurst eine unangenehme Körnigkeit hinterlassen.
Vor dem Füllen einen Löffel als Probe braten. So prüft man Salz und Gewürze — eine gefüllte Wurst lässt sich nicht mehr korrigieren.