Arbeitgeberkosten-Rechner

Was ein Mitarbeiter wirklich kostet — Bruttolohn plus Arbeitgeberanteil und Umlagen.

Die Umlagesätze legt jede Krankenkasse selbst fest; U1 zahlen nur Betriebe mit bis zu 30 Beschäftigten. Der genaue Satz steht im Beitragssatzbescheid.

Hängt stark vom Gewerbe ab: im Büro unter einem Prozent, am Bau ein Vielfaches davon.

4.000,00 € brutto kosten 5.038,00 € im Monat — 26 % Aufschlag, 60.456,00 € im Jahr.

Kosten je Monat
5.038,00 €
Kosten je Jahr
60.456,00 €
Aufschlag auf das Brutto
26 % über dem Brutto — 1.038,00 € im Monat
Aufteilung
372,00 € Rente, 52,00 € Arbeitslosen, 350,00 € Kranken, 72,00 € Pflege, 140,00 € Umlagen, 52,00 € Berufsgenossenschaft
Kosten je geleisteter Stunde
34,19 € je geleisteter Stunde — 1.768 Stunden bei 221 Arbeitstagen

Der Arbeitgeber zahlt zum Bruttogehalt seinen Anteil an der Sozialversicherung: 9,3 Prozent Rente, 1,3 Prozent Arbeitslosenversicherung, 7,3 Prozent Krankenversicherung plus die Hälfte des Zusatzbeitrags und 1,8 Prozent Pflege. Zusammen sind das rund 21 Prozent.

Dazu kommen die Umlagen U1, U2 und U3 sowie der Beitrag zur Berufsgenossenschaft. In der Summe liegen die Personalkosten damit etwa ein Viertel über dem Bruttogehalt — und das ist noch vor Arbeitsplatz, Ausstattung und Weiterbildung.

Warum der Stundensatz so viel höher liegt

Bezahlt werden zwölf Monate, gearbeitet wird weniger: Bei 30 Urlaubstagen und etwa zehn Feiertagen fallen rund 40 der 261 Arbeitstage aus. Der Kostensatz je tatsächlich geleisteter Stunde liegt deshalb rund zwanzig Prozent über der Rechnung mit vollen Monaten.

Rechnet man Krankheitstage mit — im Schnitt liegen sie bei etwa fünfzehn im Jahr —, verschiebt sich der Satz weiter. Für die Kalkulation eines Stundensatzes gegenüber Kunden ist das die maßgebliche Zahl, nicht das Monatsbrutto geteilt durch 160.

Die Beitragsbemessungsgrenzen

Oberhalb bestimmter Gehälter steigen die Beiträge nicht weiter. Für Kranken- und Pflegeversicherung endet die Bemessung 2026 bei 5 812,50 Euro im Monat, für Renten- und Arbeitslosenversicherung bei 8 450 Euro.

Deshalb sinkt der prozentuale Aufschlag bei hohen Gehältern spürbar. Ein Gehalt von 12 000 Euro kostet den Arbeitgeber prozentual deutlich weniger als eines von 4 000 — in absoluten Zahlen natürlich mehr.

Häufige Fragen

Wer zahlt die Umlage U1?
Nur Betriebe mit bis zu 30 Beschäftigten; sie erstattet einen Teil der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. U2 für Mutterschaftsleistungen zahlen alle Arbeitgeber, U3 ist die Insolvenzgeldumlage. Die Sätze legt jede Krankenkasse eigenständig fest.
Sind Minijobs günstiger?
Prozentual nicht. Bei einem Minijob zahlt der Arbeitgeber pauschal rund 31 Prozent an die Minijob-Zentrale, also mehr als die gut 21 Prozent bei einer regulären Anstellung. Günstiger ist nur die absolute Summe, weil das Entgelt begrenzt ist.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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