Krankengeld-Rechner

Entgeltfortzahlung, danach Krankengeld — was nach sechs Wochen bleibt.

Weihnachts- und Urlaubsgeld erhöhen das Krankengeld, sofern davon Beiträge gezahlt wurden.

Nach 42 Tagen Entgeltfortzahlung 2.010,42 € Krankengeld im Monat statt 2.550,00 € netto — 539,58 € weniger.

Entgeltfortzahlung
42 von 42 Tagen zu vollem Entgelt — 3.570,00 € netto
Krankengeld brutto
2.295,00 € im Monat, 76,50 € je Kalendertag — auf 90 % des Nettoentgelts gedeckelt
Krankengeld nach Abzügen
2.010,42 € im Monat nach 12,4 % eigenen Beiträgen zu Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung
Monatliche Lücke
539,58 € weniger im Monat, das sind 21,2 % des bisherigen Nettos — über 48 Tage rund 863,33 €
Höchstdauer
78 Wochen je Krankheit in drei Jahren, abzüglich der sechs Wochen Entgeltfortzahlung bleiben 72 Wochen Krankengeld

Die ersten sechs Wochen — 42 Kalendertage — zahlt der Arbeitgeber das volle Entgelt weiter, § 3 EFZG. Erst danach springt die Krankenkasse ein, und ab diesem Tag sinkt das Einkommen spürbar.

Das Krankengeld beträgt 70 Prozent des Bruttoentgelts, höchstens jedoch 90 Prozent des Nettoentgelts (§ 47 SGB V). Davon gehen noch die eigenen Beiträge zur Renten-, Arbeitslosen- und Pflegeversicherung ab — netto bleiben meist um die 78 Prozent des früheren Nettos.

Warum die Sechs-Wochen-Frist wieder neu beginnt

Der Anspruch auf Entgeltfortzahlung entsteht für jede neue Erkrankung erneut. Bei derselben Krankheit läuft er erst wieder an, wenn zwischen den Arbeitsunfähigkeiten sechs Monate lagen oder seit der ersten Erkrankung zwölf Monate vergangen sind.

Kommt während einer laufenden Arbeitsunfähigkeit eine zweite Erkrankung hinzu, verlängert das die sechs Wochen nicht. Nur wenn die erste beendet ist, bevor die zweite beginnt, entsteht ein neuer Anspruch.

Die Beitragsbemessungsgrenze deckelt das Krankengeld

Gerechnet wird höchstens aus dem Entgelt bis zur Beitragsbemessungsgrenze der Krankenversicherung — 2026 sind das 5 812,50 Euro im Monat. Daraus ergibt sich ein Höchstkrankengeld von rund 136 Euro am Tag.

Wer mehr verdient, hat deshalb eine deutlich größere Lücke. Für diesen Fall gibt es Krankentagegeldversicherungen; ob sie sich lohnen, entscheidet die Differenz, die dieser Rechner ausweist.

Häufige Fragen

Wie lange wird Krankengeld gezahlt?
Höchstens 78 Wochen innerhalb von drei Jahren für dieselbe Krankheit, wobei die sechs Wochen Entgeltfortzahlung angerechnet werden. Es bleiben also maximal 72 Wochen Krankengeld.
Zählen Wochenenden mit?
Ja, das Krankengeld wird für Kalendertage gezahlt, nicht für Arbeitstage. Der Tagessatz ist der dreißigste Teil des monatlichen Regelentgelts — der Monat wird dabei immer mit 30 Tagen gerechnet.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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