Sekunde, Minute, Stunde und Tag sind eindeutig: 60, 60 und 24. Ab dem Monat wird es unscharf, weil ein Monat zwischen 28 und 31 Tagen hat — dieser Rechner nimmt für Monate 30 Tage und für Jahre 365.
Für Fristen und Verträge taugt diese Näherung nicht; dort zählt die Kalenderrechnung von Datum zu Datum. Für die Frage „wie viele Stunden sind ein Jahr“ ist sie dagegen genau richtig.
Warum die Sekunde die Basiseinheit ist
Seit 1967 ist die Sekunde über die Schwingung eines Cäsium-133-Atoms definiert: 9 192 631 770 Perioden. Alle anderen Zeiteinheiten leiten sich daraus ab, auch der Tag — und nicht umgekehrt.
Deshalb kann es Schaltsekunden geben: Die Erdrotation ist unregelmäßig und weicht von der atomaren Zeit ab. Bis 2035 sollen sie abgeschafft werden, weil sie in vernetzten Systemen mehr Schaden anrichten als Nutzen bringen.
Arbeitszeit ist kürzer, als man denkt
Ein Jahr hat 8 760 Stunden, ein Vollzeitjahr aber nur rund 1 700 Arbeitsstunden — knapp ein Fünftel. Rechnet man Urlaub und Feiertage ab, kommt man auf etwa 220 Arbeitstage.
Deshalb ist die Umrechnung von Projektstunden in Kalenderzeit so oft zu optimistisch: 400 Stunden Arbeit sind bei einer 40-Stunden-Woche zehn Arbeitswochen, im Kalender aber mit Urlaub und Feiertagen leicht drei Monate.