Der Zeitunterschied zwischen zwei Orten ist keine feste Zahl. Er ändert sich mehrmals im Jahr, weil Sommerzeit nicht überall gilt und die Umstellungstermine auseinanderliegen: Europa stellt im letzten Märzwochenende um, die USA schon zwei Wochen früher.
Deshalb braucht die Umrechnung ein Datum und nicht nur eine Uhrzeit. Zwischen Berlin und New York liegen im Normalfall sechs Stunden, in den zwei Wochen dazwischen aber fünf.
Zeitzonen sind Politik, nicht Geografie
Rein rechnerisch müsste jede Zeitzone fünfzehn Längengrade breit sein. Tatsächlich folgen die Grenzen Staatsgrenzen: China hat trotz einer Ausdehnung über fünf geografische Zonen nur eine einzige, und Spanien liegt geografisch bei London, geht aber nach mitteleuropäischer Zeit.
Einige Zonen sind zudem um halbe oder viertel Stunden versetzt. Indien liegt bei UTC+5:30, Nepal bei UTC+5:45 — was jede Rechnung mit vollen Stunden zunichtemacht.
Die Sommerzeit und ihre Termine
In der EU beginnt die Sommerzeit am letzten Sonntag im März und endet am letzten Sonntag im Oktober. In den USA läuft sie vom zweiten Sonntag im März bis zum ersten Sonntag im November.
Auf der Südhalbkugel ist es umgekehrt: Wenn in Europa die Uhren vorgestellt werden, gehen sie in Australien zurück. Der Unterschied zwischen Berlin und Sydney schwankt deshalb im Jahresverlauf zwischen acht und zehn Stunden.