Maximalkraft-Rechner (1RM)

Das Einerwiederholungsmaximum aus einem Satz mit mehreren Wiederholungen schätzen.

Nur bis zum Muskelversagen ausgeführte Sätze taugen zur Schätzung. Über zwölf Wiederholungen wird sie deutlich ungenauer.

100 kg mal 8 Wiederholungen entsprechen etwa 125,4 kg im Einerwiederholungsmaximum.

Geschätztes 1RM
125,4 kg
Nach Epley
126,7 kg
Nach Brzycki
124,1 kg
Trainingsgewichte
95 %: 119,1 kg, 90 %: 112,9 kg, 85 %: 106,6 kg, 80 %: 100,3 kg, 75 %: 94,1 kg, 70 %: 87,8 kg, 65 %: 81,5 kg, 60 %: 75,2 kg
Zur Genauigkeit
Zwischen sieben und zwölf Wiederholungen wird die Schätzung unschärfer; die Spanne zwischen den Formeln zeigt, wie groß die Unsicherheit ist.

Das Einerwiederholungsmaximum ist das Gewicht, das genau einmal sauber bewegt werden kann. Es tatsächlich zu testen ist aufwändig und im Training selten nötig — aus einem Satz mit mehreren Wiederholungen lässt es sich gut genug schätzen.

Die verbreitetsten Formeln stammen von Epley und Brzycki. Bei acht Wiederholungen mit 100 Kilogramm kommt Epley auf 127, Brzycki auf 124 — die Differenz zeigt, dass beide Näherungen sind und keine Messungen.

Wo die Formeln auseinanderlaufen

Bis etwa fünf Wiederholungen liegen Epley und Brzycki dicht beieinander, darüber öffnet sich die Schere. Brzycki wird bei hohen Wiederholungszahlen zunehmend konservativ und bricht bei 37 Wiederholungen rechnerisch zusammen, Epley schätzt dort tendenziell zu hoch.

Praktisch heißt das: Für eine belastbare Schätzung einen Satz mit drei bis sechs Wiederholungen nehmen. Ein Satz mit fünfzehn Wiederholungen sagt mehr über die Ausdauer aus als über die Maximalkraft.

Warum die Übung mitentscheidet

Die Formeln wurden an Grundübungen wie Bankdrücken und Kniebeuge entwickelt. Bei kleinen Muskelgruppen — Bizepscurls, seitliches Heben — überschätzen sie das Maximum, weil dort mehr Wiederholungen bei gleichem relativem Gewicht möglich sind.

Auch die Technik zählt: Wer bei Wiederholung acht ins Schwungholen gerät, hat keinen Achter-Satz gemacht. Die Schätzung gilt nur für saubere, kontrollierte Wiederholungen bis zum tatsächlichen Versagen.

Häufige Fragen

Wie oft sollte ich das 1RM neu bestimmen?
Alle vier bis acht Wochen reicht, meist am Ende eines Trainingsblocks. Häufiger zu testen liefert kaum neue Information, weil sich Maximalkraft nicht in Tagen verändert — die Schwankung von Tag zu Tag ist größer als der Fortschritt.
Mit welchem Prozentsatz soll ich trainieren?
Für Maximalkraft üblich sind 85 bis 95 Prozent bei ein bis fünf Wiederholungen, für Muskelaufbau 65 bis 80 Prozent bei sechs bis zwölf. Die Tabelle im Ergebnis rechnet die Prozentwerte direkt in Kilogramm um.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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