Radleistungs-Rechner

Welche Leistung für welches Tempo — mit Luftwiderstand, Rollwiderstand und Steigung.

Negative Werte bedeuten Rückenwind.

30 km/h erfordern 173 Watt — davon 84 Prozent gegen die Luft.

Nötige Leistung
173 Watt für 30 km/h
Aufteilung
Luft 145 W (84 %), Rollen 28 W (16 %), Steigung 0 W (0 %)
Watt je Kilogramm
2,3 W/kg — ambitionierter Freizeitbereich
Energieverbrauch
619 kcal je Stunde — der Mensch setzt nur rund ein Viertel der Energie in Vortrieb um, der Rest wird Wärme
Wenn Sie doppelt so schnell wollen
Für 60 km/h wären 1.213 Watt nötig — das 7-fache, nicht das Doppelte

Die nötige Leistung setzt sich aus drei Teilen zusammen: Luftwiderstand, Rollwiderstand und Steigung. In der Ebene bei 30 km/h entfallen rund achtzig Prozent auf die Luft — deshalb bringt eine tiefere Sitzposition dort mehr als jedes eingesparte Kilogramm.

Der Luftwiderstand wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit, die Leistung dagegen mit der dritten Potenz. Von 30 auf 40 km/h ist keine Steigerung um ein Drittel nötig, sondern mehr als eine Verdopplung der Watt.

Am Berg zählt das Gewicht, in der Ebene die Fläche

Ab etwa acht Prozent Steigung und langsamer Fahrt dominiert die Hubarbeit: Dort kostet jedes Kilogramm unmittelbar Watt, und der Luftwiderstand ist bei 12 km/h fast bedeutungslos. Deshalb wird für Bergetappen leichtes Material gebaut.

In der Ebene ist es umgekehrt. Ein Kilogramm weniger bringt bei 30 km/h praktisch nichts, während zehn Prozent weniger Stirnfläche rund zwanzig Watt sparen — eine Größenordnung, die kein Leichtbau erreicht.

Was CdA und Rollwiderstand bedeuten

CdA ist die effektive Stirnfläche in Quadratmetern, also Luftwiderstandsbeiwert mal Fläche. Aufrecht auf dem Stadtrad liegt sie bei etwa 0,55, im Unterlenker bei 0,32 und in optimierter Zeitfahrposition bei 0,25 oder darunter.

Der Rollwiderstandsbeiwert hängt an Reifen, Druck und Untergrund. Gute Rennreifen auf glattem Asphalt kommen auf etwa 0,004, ein breiter Tourenreifen auf Schotter auf das Dreifache — bei 30 km/h sind das gut fünfzig Watt Unterschied.

Häufige Fragen

Wie viel Watt schafft ein normaler Radfahrer?
Über eine Stunde halten Freizeitfahrer etwa 150 bis 200 Watt, ambitionierte Amateure 250 bis 300, Profis über 400. Aussagekräftiger ist die Leistung je Kilogramm: 3 W/kg sind solide, 5 W/kg sind Rennniveau.
Warum stimmt die Rechnung nicht mit meinem Powermeter?
Weil die Formel den Antriebsstrang mit rund 98 Prozent Wirkungsgrad ansetzt und weder Beschleunigungen noch Windböen kennt. Für eine gleichmäßige Fahrt liegt sie meist innerhalb von fünf Prozent; im Gelände deutlich daneben.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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