Buchstabenhäufigkeit

Welche Buchstaben ein Text verwendet — verglichen mit dem Deutschen.

96 Buchstaben, häufigster ist e mit 18,8 %.

Häufigste Buchstaben
e 18,8 %, t 10,4 %, s 9,4 %, n 9,4 %, i 6,3 %, u 6,3 %, l 5,2 %, g 5,2 %
Größte Abweichungen vom Deutschen
t 10,4 % statt 6,2 %; r 4,2 % statt 7,0 %; a 4,2 % statt 6,5 %; g 5,2 % statt 3,0 %; s 9,4 % statt 7,3 %
Vokale und Konsonanten
37,5 % Vokale, 62,5 % Konsonanten — im Deutschen sind knapp 40 % erwartbar
Umlaute und Eszett
keine Umlaute und kein ß im Text
Nicht vorhanden
w k z p j y q — diese Buchstaben fehlen

In einem hinreichend langen deutschen Text ist das E mit etwa 17 Prozent der häufigste Buchstabe, gefolgt von N, I, S und R. Diese Verteilung ist so stabil, dass sich damit Verschlüsselungen brechen und Sprachen unterscheiden lassen.

Kurze Texte weichen dagegen stark ab — unter etwa zweihundert Buchstaben sagt die Verteilung mehr über den einzelnen Satz als über die Sprache. Der Rechner nennt deshalb sowohl die gemessenen Anteile als auch den Abstand zum Erwartungswert.

Warum das Deutsche so viele E hat

Das E trägt die Grammatik: Es steckt in den Endungen der schwachen Verben, in den Pluralen, in fast jedem Artikel und in den unbetonten Silben der Vorsilben be-, ge- und ver-. Kein anderer Buchstabe hat so viele grammatische Aufgaben.

Im Englischen ist das E ebenfalls der häufigste Buchstabe, aber mit gut 12 Prozent deutlich seltener; im Spanischen liegt es bei knapp 14 Prozent hinter einer viel stärkeren Rolle des A. An solchen Abständen lässt sich die Sprache eines Textes erkennen, ohne ein einziges Wort zu lesen.

Vokalanteil als Maß

Im Deutschen sind knapp vier von zehn Buchstaben Vokale. Liegt der Anteil deutlich darunter, ist der Text entweder sehr fachsprachlich mit vielen Zusammensetzungen — oder er ist gar nicht deutsch.

Sprachen unterscheiden sich hier erheblich: Das Italienische kommt auf fast die Hälfte, das Tschechische auf gut ein Drittel. Der Vokalanteil ist damit ein grobes, aber robustes Erkennungsmerkmal.

Häufige Fragen

Zählen Umlaute als eigene Buchstaben?
Hier ja, sie werden getrennt ausgewiesen. In vielen Häufigkeitstabellen sind sie dagegen in a, o und u eingerechnet, weshalb die Prozentzahlen von Quelle zu Quelle leicht abweichen.
Wie lang muss ein Text für ein verlässliches Ergebnis sein?
Etwa ab tausend Buchstaben nähert sich die Verteilung dem Erwartungswert deutlich an. Darunter sind einzelne Wörter noch zu stark im Ergebnis sichtbar.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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