Deutsches QWERTZ und amerikanisches QWERTY unterscheiden sich in mehr als den beiden Namensgebern. Vertauscht sind Y und Z, und auf den Tasten der Umlaute liegen im amerikanischen Layout Semikolon, Apostroph und eckige Klammern.
Wer im falschen Layout tippt, merkt es meist am Y und Z — aber die Satzzeichen verrutschen ebenso. Aus einem Semikolon wird ein ö, aus einem Bindestrich ein ß, und die Klammern landen an ganz anderer Stelle.
Was genau vertauscht ist
Neben Y und Z betrifft es vor allem die rechte Hälfte der Tastatur: Auf der Taste für Ö liegt im amerikanischen Layout das Semikolon, auf Ä das Apostroph, auf Ü die eckige Klammer und auf ß der Bindestrich. Auch das Minus und der Punkt verschieben sich.
In Programmiersprachen fällt das besonders auf, weil geschweifte und eckige Klammern im deutschen Layout nur über AltGr erreichbar sind. Deshalb arbeiten viele Entwickler in Deutschland bewusst mit dem amerikanischen Layout.
Warum es überhaupt zwei Layouts gibt
Das Z steht im Deutschen weiter vorn in der Häufigkeit als im Englischen und wurde deshalb auf die bequemere Position gelegt; das seltene Y wanderte nach hinten. Die Umlaute brauchten eigene Tasten, und dafür mussten Satzzeichen weichen.
Beide Layouts stammen letztlich von der Schreibmaschine ab, deren Anordnung Kollisionen der Typenhebel vermeiden sollte. Effizient tippen lässt sich mit beiden — die Unterschiede sind Gewohnheit, nicht Geschwindigkeit.