Wortzähler und Zeichenzähler

Wörter, Zeichen, Sätze und Absätze zählen — mit Lese- und Sprechzeit.

Stilles Lesen liegt bei Erwachsenen meist zwischen 200 und 250 Wörtern je Minute.

16 Wörter, 116 Zeichen — 4 Sekunden Lesezeit.

Wörter
16
Zeichen
116 mit Leerzeichen, 101 ohne
Sätze und Absätze
2 Sätze, 1 Absatz
Lese- und Sprechzeit
4 Sekunden still gelesen, 7 Sekunden laut vorgetragen
Als Seiten
weniger als eine halbe Seite — 0,04 gedruckte Seiten

Zeichen mit und ohne Leerzeichen unterscheiden sich um rund ein Sechstel — bei Vorgaben für Klappentexte, Anzeigen oder Übersetzungshonorare ist deshalb immer zu klären, welche der beiden Zahlen gemeint ist.

Die Normseite im Verlagswesen hat 1 500 Zeichen inklusive Leerzeichen, was ungefähr 250 Wörtern entspricht. Ein Manuskript von 300 Normseiten ist also kein Buch von 300 gedruckten Seiten, sondern eher von 220.

Lesezeit und Sprechzeit sind verschieden

Still gelesen schaffen Erwachsene 200 bis 250 Wörter je Minute. Laut vorgetragen sind es nur 110 bis 150 — eine Rede von zehn Minuten braucht daher etwa 1 300 Wörter, nicht 2 200.

Wer eine Präsentation nach der Wortzahl plant, sollte den Vortragswert nehmen und großzügig runden. Pausen, Zwischenfragen und der Blick auf die Folie kosten Zeit, die in keiner Wortzahl steckt.

Was als Wort zählt

Dieser Zähler trennt an Leerzeichen und entfernt umgebende Satzzeichen. Ein Bindestrichwort wie „Nordrhein-Westfalen“ zählt damit als eines, eine Zahl wie „1 500“ mit Leerzeichen dagegen als zwei.

Textverarbeitungen zählen leicht abweichend, meist bei Zahlen, Abkürzungen und Sonderzeichen. Bei einer harten Vorgabe lohnt es sich, mit dem Programm zu zählen, in dem am Ende abgegeben wird.

Häufige Fragen

Wie viele Seiten sind das gedruckt?
Als grober Anhaltspunkt: 400 Wörter je Seite bei normalem Satz, 250 bei einer Normseite mit doppeltem Zeilenabstand. Schriftgröße, Rand und Zeilenabstand verändern das erheblich, weshalb der Wert nur die Größenordnung angibt.
Zählen Überschriften mit?
Hier ja, weil sie im Text stehen. Bei Vorgaben für wissenschaftliche Arbeiten sind Überschriften, Literaturverzeichnis und Fußnoten oft ausgenommen — was die Zahl deutlich verändern kann.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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