Ein Kilobyte hat 1 000 Byte, ein Kibibyte 1 024. Der Unterschied wirkt klein, wächst aber mit jeder Stufe: Bei Terabyte sind es schon zehn Prozent, und genau daher kommt die alte Frage, warum eine 1-TB-Festplatte im System nur 931 GB anzeigt.
Die Norm IEC 80000-13 hat das 1998 geklärt: Kilo, Mega und Giga stehen für Tausenderpotenzen, Kibi, Mebi und Gibi für Zweierpotenzen. Festplattenhersteller rechnen dezimal, Windows zeigt binär an — und beide beschriften es „GB“.
Warum die Festplatte kleiner wirkt
Der Hersteller verkauft 1 Terabyte, also eine Billion Byte. Windows teilt diese Zahl durch 1 024 hoch vier und zeigt 931 an — mit der Einheit GB statt korrekt GiB. Es fehlt kein Speicher, es wird nur anders gezählt.
macOS und die meisten Linux-Distributionen zeigen inzwischen dezimal an und kommen deshalb auf 1 000 GB. Derselbe Datenträger, drei verschiedene Zahlen auf dem Bildschirm.
Bit und Byte bei der Internetgeschwindigkeit
Datenraten werden in Bit je Sekunde angegeben, Dateigrößen in Byte. Ein Byte sind acht Bit, also lädt eine 100-Mbit-Leitung im Idealfall 12,5 Megabyte pro Sekunde herunter — nicht 100.
Deshalb sind die 250 Mbit aus der Werbung rund 31 MB je Sekunde. Wer eine 5-Gigabyte-Datei lädt, wartet also gut zweieinhalb Minuten und nicht wenige Sekunden.