Die deutsche Ringgröße ist schlicht der Innenumfang in Millimetern: Größe 54 bedeutet 54 Millimeter Umfang und damit 17,2 Millimeter Innendurchmesser. Das ist das einfachste der gebräuchlichen Systeme.
Frankreich, Spanien und Italien zählen denselben Umfang minus vierzig: Aus 54 wird dort Größe 14. Die amerikanische Skala folgt einer eigenen Rechnung und die britische verwendet Buchstaben — vier Systeme für dieselbe Sache.
Wann gemessen werden sollte
Finger schwanken im Tagesverlauf um bis zu eine halbe Größe. Abends und bei Wärme sind sie am dicksten, morgens und bei Kälte am schmalsten — gemessen wird deshalb am besten abends bei normaler Zimmertemperatur.
Wer zwischen zwei Größen liegt, nimmt die größere. Ein zu enger Ring lässt sich im Notfall nur aufschneiden, ein leicht zu weiter dagegen von jedem Goldschmied verkleinern.
Breite Ringe brauchen mehr
Ein Ring von acht Millimetern Breite sitzt spürbar enger als einer von zwei, weil er über eine größere Fläche am Finger anliegt. Für breite Ringe wird deshalb eine halbe bis ganze Größe mehr gewählt.
Auch die Form zählt: Ein Ring mit gewölbter Innenseite, sogenannter Komfortform, gleitet leichter über das Fingerglied und darf einen Hauch enger ausfallen als einer mit flacher Innenseite.