Die gesetzliche Einheit für Druck ist das Pascal: ein Newton je Quadratmeter. Weil das eine sehr kleine Größe ist, wird im Alltag mit Bar gerechnet — ein Bar sind 100 000 Pascal und entsprechen ungefähr dem Luftdruck auf Meereshöhe.
Amerikanische Kompressoren und Reifenangaben nutzen dagegen psi, Pfund je Quadratzoll. Ein Bar sind 14,5 psi, weshalb ein Reifendruck von 2,2 bar dort als 32 psi angegeben wird.
Reifendruck: der häufigste Anwendungsfall
Pkw-Reifen laufen üblicherweise mit 2,0 bis 2,5 bar, also 29 bis 36 psi. Der richtige Wert steht in der Tankklappe oder im Türholm und hängt von der Beladung ab, nicht vom Reifen allein.
Ein halbes Bar zu wenig erhöht den Rollwiderstand spürbar und kostet rund fünf Prozent mehr Kraftstoff. Wichtiger noch: Der Reifen wird an den Schultern stärker abgefahren und heizt sich bei hoher Geschwindigkeit stärker auf.
Luftdruck, Blutdruck und Überdruck
Der Luftdruck im Wetterbericht steht in Hektopascal: 1 013 hPa sind der Normwert auf Meereshöhe, also genau ein Bar. Beim Blutdruck wird dagegen weiterhin in Millimeter Quecksilbersäule gemessen — 120 zu 80 mmHg entsprechen 160 und 107 Hektopascal.
Bei technischen Angaben ist außerdem zu unterscheiden, ob es sich um Absolutdruck oder Überdruck gegenüber der Umgebung handelt. Reifendruck ist immer Überdruck: Bei 0 bar auf dem Manometer herrscht im Reifen der normale Luftdruck.