Das Brühverhältnis ist die Masse Kaffee zur Masse Wasser: 1:16 bedeutet ein Gramm Kaffee auf sechzehn Gramm Wasser. Da ein Milliliter Wasser praktisch ein Gramm wiegt, lässt sich Wasser bequem in Millilitern messen.
Innerhalb der üblichen Spanne von 1:15 bis 1:18 entscheidet das Verhältnis über die Stärke, nicht über die Bitterkeit. Bitter wird Kaffee durch zu lange Extraktion oder zu feinen Mahlgrad, nicht durch mehr Pulver.
Warum die Waage den Löffel schlägt
Ein gehäufter Esslöffel fasst je nach Röstung und Mahlgrad zwischen fünf und neun Gramm. Dieselbe Löffelzahl kann deshalb einen dünnen oder einen sehr starken Kaffee ergeben, ohne dass sich am Vorgehen etwas geändert hätte.
Hell geröstete Bohnen sind dichter als dunkle: Bei gleichem Volumen wiegen sie mehr. Eine Küchenwaage mit Gramm-Auflösung ist deshalb die einzige Anschaffung, die den Kaffee zuverlässig reproduzierbar macht.
Was das Kaffeemehl behält
Das gebrühte Pulver hält etwa das Doppelte seines Gewichts an Wasser zurück. Aus 500 Gramm Wasser und 31 Gramm Kaffee kommen deshalb nicht 500 ml in die Kanne, sondern rund 440.
Bei Espresso ist das Verhältnis ein anderes: Dort meint 1:2 achtzehn Gramm Kaffee auf sechsunddreißig Gramm fertigen Espresso in der Tasse — gemessen wird das Ergebnis, nicht das eingesetzte Wasser.