Verdünnen ist eine Mischungsrechnung: Die Menge reinen Alkohols bleibt gleich, nur das Volumen wächst. Aus einem Liter mit 96 % werden bei 40 % also 2,4 Liter — so weit die reine Volumenrechnung.
Sie führt aber in die Irre, denn Alkohol und Wasser schrumpfen beim Mischen. Wer die Differenz von 1,4 Litern zugibt, landet bei rund 41 % statt bei 40. Dieser Rechner rechnet deshalb über die Masse und kommt auf etwa 1470 Milliliter Wasser.
Warum Alkohol und Wasser zusammen weniger ergeben
Die Moleküle passen ineinander: Wassermoleküle setzen sich in die Lücken zwischen den größeren Alkoholmolekülen. Ein Liter reiner Alkohol und ein Liter Wasser ergeben deshalb rund 1,93 Liter, nicht zwei.
Auf die Verdünnung wirkt das andersherum, als man vermutet: Weil das Gemisch schrumpft, braucht es mehr Wasser als die Differenz der Volumen, nicht weniger. Bei einem Liter Feinsprit auf Trinkstärke sind das rund siebzig Milliliter obendrauf — etwa fünf Prozent der Wassermenge, und genau der Unterschied zwischen 40 und 41 % vol.
Warum die Reihenfolge zählt
Wasser in den Alkohol, nicht umgekehrt, und langsam. Beim Mischen entsteht Wärme, und in kleinen Mengen zugegeben verteilt sie sich, statt lokal Schlieren zu erzeugen.
Danach braucht der Ansatz Ruhe. Frisch verdünnt schmeckt jeder Brand scharf und wässrig zugleich; nach einigen Tagen bis Wochen ist er rund. Der Effekt ist bekannt und hat mit der Neuordnung der Moleküle zu tun.