Dämmung-Rechner

U-Wert und Dämmstoffdicke für eine Wand oder ein Dach — mit der Anforderung des GEG.

Vollziegel 36,5 cm rund 1,4; Hohlblock 30 cm etwa 1,0; Betonwand 20 cm gut 3,0.

Mineralwolle und EPS 0,035 bis 0,04; Holzfaser 0,04; Resol- und PU-Hartschaum 0,022 bis 0,025.

14 cm Dämmung senken den U-Wert von 1,4 auf 0,212 — für den GEG-Grenzwert von 0,24 wären 12,1 cm nötig.

U-Wert nach der Dämmung
0,212 W/(m²·K)
Anforderung des GEG
0,24 W/(m²·K)
Erfüllt?
ja, mit 0,028 Reserve
Nötige Dicke für den Grenzwert
12,1 cm
Rechnerische Einsparung
85 % weniger Wärmeverlust durch dieses Bauteil

Der U-Wert sagt, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter Bauteil bei einem Grad Temperaturunterschied verloren geht. Je kleiner er ist, desto besser dämmt das Bauteil — eine ungedämmte Ziegelwand liegt bei etwa 1,4, eine gedämmte bei 0,2.

Die Dämmwirkung folgt aus der Dicke geteilt durch die Wärmeleitfähigkeit. Ein Dämmstoff mit Lambda 0,035 bringt je Zentimeter also mehr als einer mit 0,045 — bei gleicher Dicke rund dreißig Prozent.

Warum die ersten Zentimeter am meisten bringen

Der U-Wert ist der Kehrwert der aufsummierten Widerstände. Die ersten sechs Zentimeter Dämmung auf einer ungedämmten Wand senken ihn von 1,4 auf etwa 0,45 — die nächsten sechs nur noch auf 0,27.

Deshalb ist die Frage selten „dämmen oder nicht“, sondern „wie dick“. Der Sprung von zwölf auf sechzehn Zentimeter kostet wenig zusätzliches Material, weil Gerüst, Putz und Arbeitszeit ohnehin anfallen.

Was das Gebäudeenergiegesetz verlangt

Wird bei einer Sanierung mehr als zehn Prozent eines Bauteils erneuert, gelten die Grenzwerte des GEG: 0,24 W/(m²·K) für Außenwand und Dach, 0,30 für die Kellerdecke. Diese Werte sind Mindestanforderungen, keine Empfehlung.

Für Förderungen liegt die Latte höher: Die Bundesförderung für effiziente Gebäude verlangt bei Außenwänden 0,20 und bei Dächern 0,14. Wer ohnehin dämmt, erreicht diese Werte meist mit vier bis sechs Zentimetern mehr.

Häufige Fragen

Kann eine Wand zu dicht gedämmt werden?
Die Dämmung selbst nicht, wohl aber der Aufbau: Wenn Feuchtigkeit nicht mehr austrocknen kann, entsteht Schimmel. Deshalb gehört bei Innendämmung immer eine Berechnung des Feuchteverhaltens dazu, bei Außendämmung ist das Risiko gering.
Was bedeutet die Wärmeleitfähigkeitsgruppe 035?
Sie gibt das Lambda in Tausendstel an: WLG 035 heißt 0,035 W/(m·K). Je kleiner die Zahl, desto besser dämmt das Material bei gleicher Dicke — und desto teurer ist es in der Regel.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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