Taupunkt-Rechner

Wann Feuchtigkeit an einer Wand kondensiert — und ob Lüften gerade hilft oder schadet.

Mit einem Infrarotthermometer messen, meist in der Zimmerecke hinter einem Möbelstück.

Taupunkt innen 12,9 °C bei 14 °C Wandtemperatur — erhöht: unter 16,4 °C erreicht die Oberfläche 80 % Feuchte.

Taupunkt der Innenluft
12,9 °C
Absolute Feuchte innen
11 g/m³
Absolute Feuchte außen
6,6 g/m³
Lüften jetzt?
ja — draußen sind 4,4 g/m³ weniger Wasser in der Luft
Risiko an der kalten Wand
erhöht: unter 16,4 °C erreicht die Oberfläche 80 % Feuchte

Der Taupunkt ist die Temperatur, bei der die Luft ihre Feuchtigkeit nicht mehr halten kann. Fällt eine Oberfläche darunter, schlägt sich Wasser nieder — an einer Fensterscheibe sichtbar, in einer Zimmerecke oft erst, wenn der Schimmel da ist.

Bei 21 Grad und sechzig Prozent Luftfeuchte liegt der Taupunkt bei rund 12,9 Grad. Eine Wandecke mit vierzehn Grad bleibt damit trocken, eine mit zwölf nicht.

Warum Lüften im Sommer den Keller feucht macht

Entscheidend ist nicht die relative, sondern die absolute Feuchte in Gramm je Kubikmeter. Warme Sommerluft mit siebzig Prozent enthält viel mehr Wasser als kalte Kellerluft mit neunzig — beim Einströmen kühlt sie ab und gibt es an den Wänden ab.

Deshalb lautet die Regel für Keller: nur lüften, wenn die absolute Feuchte draußen niedriger ist als drinnen. Im Sommer heißt das nachts oder früh am Morgen, im Winter fast immer.

Schimmel beginnt weit vor der Kondensation

Schimmelpilze brauchen kein flüssiges Wasser: Ab etwa achtzig Prozent relativer Feuchte direkt an der Oberfläche wachsen die ersten Arten. Diese achtzig Prozent werden erreicht, bevor der Taupunkt unterschritten ist.

In der Bauphysik gilt deshalb der Grenzwert von 12,6 Grad Oberflächentemperatur bei 20 Grad Raumluft und fünfzig Prozent Feuchte — nicht der Taupunkt von 9,3 Grad. Der Sicherheitsabstand ist Absicht.

Häufige Fragen

Wie oft und wie lange soll ich lüften?
Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster, im Winter fünf Minuten, im Herbst und Frühjahr zehn bis fünfzehn, im Sommer bis zu dreißig. Gekippte Fenster kühlen die Laibung aus und tauschen dabei kaum Luft — genau dort entsteht dann Schimmel.
Welche Luftfeuchte ist in der Wohnung richtig?
Vierzig bis sechzig Prozent gelten als gesund und bauphysikalisch unkritisch. Unter dreißig trocknen die Schleimhäute aus, über sechzig steigt bei kalten Außenwänden das Schimmelrisiko deutlich.

Quellen

Stand der Werte: 2026. Die Ergebnisse sind Orientierungswerte und ersetzen keine Steuerberatung.

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