Die Zahl der Steine ergibt sich aus der Wandfläche geteilt durch die Ansichtsfläche eines Steins samt Fuge. Beim Normalformat mit 240 mal 71 Millimetern und zwölf Millimeter Fuge sind das 48 Steine je Quadratmeter.
Die Fuge gehört in die Rechnung, weil sie mitmauert: Ohne sie käme man auf 59 Steine je Quadratmeter, also fast ein Viertel mehr. Bei Planstein-Mauerwerk mit Dünnbettmörtel schrumpft die Fuge auf ein bis drei Millimeter.
Das deutsche Formatsystem
Alle Ziegelformate leiten sich vom Dünnformat DF ab: 240 mal 115 mal 52 Millimeter. NF ist das Normalformat mit 71 Millimetern Höhe, 2DF hat die doppelte Höhe eines DF, 8DF das achtfache Volumen. Die Zahl vor dem DF sagt also, wie viele Dünnformate in den Stein passen.
Das System stammt aus dem oktametrischen Maß: Alle Formate gehen mit Fuge in einem Raster von 12,5 Zentimetern auf. Deshalb passen unterschiedliche Formate in derselben Wand aufeinander, solange die Fugendicke stimmt.
Mörtel: Dünnbett oder Normalmauermörtel
Normalmauermörtel mit zwölf Millimeter Fuge braucht etwa fünfzig Liter je Kubikmeter Mauerwerk. Bei Plansteinen mit Dünnbettmörtel sind es nur noch rund fünf Liter — ein Zehntel, weil die Fuge selbst nur ein bis drei Millimeter dick ist.
Planstein-Mauerwerk ist damit nicht nur schneller, sondern auch wärmebrückenärmer: Jede dicke Mörtelfuge leitet Wärme besser als der Stein daneben. Bei Außenwänden macht das über die ganze Fläche einen messbaren Unterschied.