Das Volumen eines Rohres ist die Querschnittsfläche mal der Länge. Entscheidend ist dabei der Innendurchmesser: Ein 16-Millimeter-Rohr mit zwei Millimetern Wand hat innen nur zwölf Millimeter, und das Volumen sinkt dadurch fast um die Hälfte.
Der Durchmesser geht quadratisch ein. Ein Rohr mit doppeltem Innendurchmesser fasst viermal so viel und lässt bei gleicher Geschwindigkeit viermal so viel durch — der Grund, warum ein Zoll mehr Nennweite so viel ändert.
Wofür man den Wasserinhalt braucht
Bei einer Heizung bestimmt er die Größe des Ausdehnungsgefäßes: Wasser dehnt sich beim Aufheizen um etwa vier Prozent aus, und dieses Volumen muss irgendwo hin. Auch die Menge an Frostschutz oder Inhibitor richtet sich danach.
Bei Trinkwasserleitungen geht es um Stagnation. Ein Strang mit viel Inhalt und wenig Entnahme steht lange, und stehendes Wasser ist ein hygienisches Problem — deshalb wird bei der Planung eher knapp dimensioniert als großzügig.
Zoll ist keine Maßangabe im Millimeter
Ein Halbzollrohr hat weder einen halben Zoll Innen- noch Außendurchmesser. Die Bezeichnung stammt aus der Zeit der dickwandigen Gasrohre und ist heute eine reine Nennweite: Ein halber Zoll bedeutet etwa 16 Millimeter innen und 21,3 außen.
Deshalb ist bei Kunststoff- und Verbundrohren die Angabe in Millimetern üblich, meist als Außendurchmesser mal Wandstärke. 16 mal 2 heißt: außen 16, Wand 2, innen 12 — die Zahl auf dem Rohr ist nie das nutzbare Maß.